„JEM Talks": Reuttener Jugend soll den Ort mitgestalten

Was soll für die Jugend in Reutte verbessert werden? Antworten erhofft sich die Gemeindeführung von Dialogen bei den „JEM Talks“, die am Freitag starten.

  • Artikel
  • Diskussion
Michael Eggensberger (MOJA), Charly Poberschnigg (JUZ), BM Günter Salchner, Theresa Rauter (MOJA), GV Andrea Weirather und Simona Schennach (Land Tirol/Infoeck, v. l.) laden die Jugend ein.
© Gemeinde Reutte

Reutte – Der Bezirkshauptort Reutte möchte als „familienfreundliche Gemeinde“ zertifiziert werden. Dafür wurde ein umfassender Entwicklungsprozess gestartet, in den auch Ideen von Bürgern aller Altersgruppen einfließen sollen. Die Auftaktveranstaltung für die kommunale Weiterentwicklung fand bereits im Februar 2020 in der Sporthalle Reutte statt.

Im Zuge des Audits konnten auch Jugendliche ihre Ideen und Anregungen einbringen. Die für November geplante Veranstaltung fiel dann aber dem Lockdown zum Opfer und so fanden die weiteren Diskussionen im Online-Format statt. Hierbei waren die Jugendlichen beispielsweise dazu aufgefordert, die ersten Ergebnisse mithilfe eines eigenen Bewertungstools im Internet zu reihen. Als eines der wichtigsten Anliegen stellte sich dabei die Optimierung des Funparks heraus.

Gleichzeitig arbeiteten die Mitarbeiter der Mobilen Jugendarbeit Reutte (MOJA) und des Jugendzentrums zusammen mit Andrea Weirather, der Obfrau des Ausschusses für Bildung, Jugend und Integration, an einem Konzept für einen regelmäßigen und niederschwelligen Jugenddialog mit der Gemeindeführung. Nach Abstimmung dieses Konzepts mit Bürgermeister Günter Salchner ist es nun so weit. Die so genannten „#JEM Talks“ – JEM steht für „Jugend entscheidet mit“ – starten. Bürgermeister Salchner und Gemeindevorstand Weirather stehen dabei den Jugendlichen jeden ersten Freitag im Monat ab 18 Uhr im Jugendzentrum für einen offenen Austausch zur Verfügung. Aufgrund des Fenstertags in der Vorwoche findet das erste Treffen erst diesen Freitag, 11. Juni, statt. Anmeldung ist hierfür keine erforderlich. Weirather: „Jeder Jugendliche oder junge Erwachsene, der die Gelegenheit zum Gespräch mit der Gemeindeführung nutzen will, ist willkommen.“

Bei den ersten Treffen geht es zum einen um ein gegenseitiges Kennenlernen. Zum anderen sollen die Themen aus dem Beteiligungsprozess wieder aufgegriffen werden. „Ziel der #JEM Talks ist es, durch das Mitgestalten ein attraktives Umfeld für Jugendliche zu schaffen und gleichzeitig die emotionale Bindung an ihre Heimatgemeinde zu stärken. Jugendliche sollen ein besseres Verständnis für kommunalpolitische Prozesse entwickeln. Und Kommunalpolitiker müssen lernen, die Gemeinde mit den Augen der Jugendlichen zu sehen“, sagt Salchner. (TT, fasi)


Kommentieren


Schlagworte