Uraufführung „Glashütt": Kirchenruine Hörbrunn erwacht zum Leben

  • Artikel
  • Diskussion
Hubert Kurz und Tamara Pieth spielen jenes Paar, das davon träumt, in der Kirche heiraten.
© Spreng

Hopfgarten i. Br. – Nur noch wenige Tage sind es, bis in der Kirchenruine Hörbrunn bei Hopfgarten zum ersten Mal eine kulturelle Veranstaltung stattfindet: Mit der Uraufführung von „Glashütt – Die Sehnsucht des Sandkorns“ bekommt dieser einmalige Platz neues Leben eingehaucht.

Die Zutaten versprechen einiges: Eine Uraufführung – geschrieben vom Tiroler Autor Ernst Spreng –, dazu die Regie von Markus Plattner und die enge Zusammenarbeit zweier Volksbühnen haben in den vergangenen Wochen etwas entstehen lassen, das die Tiroler Kulturszene um einiges bereichern wird.

Mitte des 19. Jahrhunderts gab es zwischen Hopfgarten und der Kelchsau eine Glasfabrik mit mehr als 200 Mitarbeitern – geführt von der böhmischen Familie Friedrich, die in ganz Europa Glas produzierte. In der Blütezeit des Ortsteils Hörbrunn entstand der Plan, dort eine Kirche zu bauen. Der wirtschaftliche Niedergang der Glasfabrik brachte es mit sich, dass die Kirche zwar begonnen, aber nie zu Ende gebaut wurde.

Rund um diese historischen Tatsachen hat Autor Ernst Spreng ein Stück geschrieben, das sich damit beschäftigt, welche Sehnsüchte in uns Menschen stecken, um solch gewagte Projekte in Angriff zu nehmen. „Das Stück selbst spielt zwar in der Zeit des Kirchenbaus, der Inhalt ist aber zeitlos“, sagt Spreng.

TT-Geburtstag: Jetzt eine von 76 Torten gewinnen

TT-ePaper gratis ausprobieren, der Gratiszeitraum endet automatisch.

Das Interesse an dem neuen Stück ist seit Wochen groß. Bereits vor der Uraufführung sind 90 Prozent der Karten vergeben. „Das liegt auch daran, dass die Kapazitäten aufgrund der Corona-Auflagen beschränkt sind“, erklärt Ernst Spreng. „Aber wir verspüren großes Interesse und werden uns auch bemühen, weitere Termine anzubieten.“ Restkarten für das Stück gibt es online noch unter www.volksbuehne-hopfgarten.at. (TT)


Kommentieren


Schlagworte