Bis 2030 sollen in Tirol 500 neue Gesundheits-Jobs entstehen

Die Perspektive in der Gesundheitswirtschaft heißt, 30 bis 40 Unternehmen anzusiedeln und den Sektor auszubauen.

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Tirol will ein Pflaster sein, das Unternehmen bei der Suche nach Labor- und Büroräumlichkeiten ebenso unterstützt wie beim Finden von Investoren.
© PMU

Innsbruck – Von Gesundheit ist und war in Pandemie-Zeiten immer die Rede. Gestern ging es im Rahmen der Perspektiven-Woche um Gesundheitswirtschaft. Tirol sei hierbei gut aufgestellt, befanden Wirtschaftslandesrat Toni Mattle und Gesundheitslandesrätin Annette Leja. Mit Medizin-Uni, Hochschulen und Leitbetrieben wie Med-El oder Novartis in Kundl habe der Standort bereits einiges vorzuweisen. „Mit derzeit rund 11.000 Beschäftigten in Wirtschaft und Wissenschaft sowie einem Branchenumsatz von 2,25 Milliarden Euro hat sich der Life Science-Sektor in Tirol in den letzten Jahren ausgezeichnet entwickelt“, meinte Mattle. Trotz Corona-Krise konnten demnach die Ausfuhren im Pharma-Bereich im ersten Halbjahr 2020 um ein Drittel auf 1,5 Milliarden Euro und jene der chemischen Industrie um ein Viertel auf 42 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gesteigert werden.

Bereits seit 15 Jahren gibt es den Gesundheits-Cluster in Tirol. Gehegt und gepflegt wird er von der Standortagentur. Damit es nach der Perspektiven-Woche nicht bei Überschriften bleibt, gießt der Geschäftsführer der Standortagentur, Marcus Hofer, die Ziele in Zahlen. Bis 2030 wolle man zusätzliche 30 bis 40 Unternehmen aus dem Health-Sektor in Tirol ansiedeln und 500 neue Arbeitsplätze schaffen. Das Projekt „Health Hub Tirol“ soll laut Mattle und Leja weiter forciert werden. 4,5 Millionen Euro sind in Summe vorgesehen.

Unternehmen sollen sowohl bei der Suche nach geeigneten Labor- oder Büroräumlichkeiten wie auch bei der Suche nach Investoren unterstützt werden. Wie berichtet, entsteht in Innsbruck der erste Health Hub. Dort wird die Firma Angios GmbH von Josef Penninger, Direktor am Life Science Institute der University of British Columbia in Vancouver, in der Diabetes-Forschung tätig sein. Ein weiteres Projekt, das in der ersten Ausschreibungsrunde eingereicht wurde, stammt vom Münchner Biotech-Unternehmen Leon-Nanodrugs. Die take care for life GmbH in Innsbruck plant die Entwicklung einer innovativen, personalisierten Gesundheitsplattform in Form einer App als Gesundheitscoach. Letzterer soll mit Textnachrichten und Sprachassistenz Menschen bei einer gesunden Lebensführung unterstützen.

Auch die Pandemie hat ihre Spuren hinterlassen. So ist ein Telemedizin-Projekt für Covid-Patienten, die sich in Heimquarantäne befinden, im Einsatz. Die Medizin-Uni entwickelt aktuell ein Konzept zur Versorgung von „Long-Covid-Patienten“. (TT)

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