Wer wird Bürgermeister? Spannendes Polit-Duell in Zams

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Fest steht, dass Zams einen jungen Bürgermeister bekommt: Benedikt Lentsch (SPÖ) ist 33, Dominik Taxl (ÖVP) ist 27 Jahre alt.
© Brabetz, R. Mair

Zams – Obwohl er bisher nicht im Gemeinderat saß, hat sich der Zammer Landtagsabgeordnete Benedikt Lentsch (SPÖ) wiederholt zu kommunalpolitischen Themen zu Wort gemeldet, etwa beim Venet oder in Sachen Wohnpolitik. Die Vermutung lag nahe, dass der Jung-Abgeordnete auch Bürgermeister sein möchte.

Diese Woche bestätigte es der 33-Jährige offiziell: „Unser Dorf hat viel Potenzial und viele Chancen, die wir nutzen müssen, um erfolgreich in die Zukunft gehen zu können. Dazu möchte ich meinen politischen und persönlichen Beitrag leisten.“ Aus seiner Sicht sollte es in einer Gemeinschaft, „wie wir es in Zams sind“, nicht um die Parteizugehörigkeit, sondern um die besten Ideen gehen. „Deshalb trete ich am 27. Februar 2022 mit einer offenen Liste an.“

Sein Team werde er in den kommenden Monaten suchen. Persönlich stehe er für eine „mutige, nachhaltige und intelligente Politik mit Handschlagqualität und Hausverstand“. Werte wie Verbindlichkeit und Verlässlichkeit seien ihm „sehr wichtig“. „In diesem Sinne kandidiere ich für das Amt des Bürgermeisters.“

Wie berichtet, hat der amtierende Bürgermeister Siegmund Geiger kürzlich seinen Rückzug erklärt und zugleich seinen designierten Nachfolger vorgestellt: Dominik Traxl (ÖVP) soll in der Gemeinderatssitzung am 12. Juli zum Bürgermeister gekürt werden. Die ÖVP besitzt in Zams absolute Mandatsmehrheit.

Der 27-Jährige, der übrigens kürzlich zum Landesobmann der Jungbauern und Landjugend gewählt wurde, mischt seit 2016 als Mandatar im Gemeinderat mit. Der Bürgermeistersessel bedeute ihm „eine große Herausforderung und vor allem viel Verantwortung“, sagte er am Dienstag. Auch bei der Wahl 2022 werde er als Bürgermeister-Kandidat antreten. Seine Stunden als Vollzeit-Lehrer werde er nach der Wahl reduzieren, „weil ich möglichst viel Zeit für die Bevölkerung haben will“. Die Ziele für sein Heimatdorf werde er noch im Detail mit seinem Team ausarbeiten. „Fest steht, dass die Lebensqualität der Zammerinnen und Zammer für mich hohe Priorität hat.“ (hwe)


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