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Tiroler Schafbauern nach Wolfrissen: „Uns steht eine riskante Zeit bevor“

Bei Proben von über einem Dutzend toter Tiere aus fünf Tiroler Bezirken wurde ein Wolf nachgewiesen. Der Ruf nach Abschüssen der Beutegreifer wird wieder laut. Viele Schafbauern überlegen aufzugeben.

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Dieses Bild eines Wolfes wurde gestern von einer Wildtierkamera in Haiming aufgenommen.
© Manuel Wolf

Von Benedikt Mair

Innsbruck – Es war ein Wolf, der sich an zwei Rehen und 13 Schafen zumindest zu schaffen gemacht, viele davon wohl auch getötet hat. Das geht aus genetischen Analysen hervor, wie das Land gestern in einer Aussendung mitteilte. Die ausgewerteten Proben stammen von Kadavern, die im Zillertal, Wipptal, Außerfern, dem Ötztal und Oberen Gericht gefunden wurden. Viele Tiroler Bauern überlegen, ihre Tiere heuer nicht auf die Alm zu treiben. Oder gleich ganz aufzugeben. Der Ruf nach Abschüssen von Beutegreifern wird wieder laut.

Wie viele verschiedene Individuen nachgewiesen wurden, ist unklar. Und werde voraussichtlich „erst nach Vorliegen der Genotypisierung feststehen“, heißt es von den Behörden, die aber auch darauf hinweisen, dass es sich in allen Fällen um „ein Tier aus der italienischen Population“ handelt. Die Proben wurden zwischen 15. und 27. Mai genommen.


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