Schienenersatzverkehr: 70 Busse fahren für „Operation Arlbergbahn“

Ein Konvoi an Bussen sorgt auf der seit Montag gesperrten Bahnstrecke für den Lückenschluss zwischen Bludenz und Ötztal-Bahnhof – rund um die Uhr.

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Gestern am Bahnhof Landeck-Zams: Fahrgäste sind zur Bewertung des Schienenersatzverkehrs eingeladen, die Station ist selbsterklärend.
© Wenzel

Landeck – Ruhig war es am Montag für die Anrainer des Schienenstranges zwischen Bludenz und Ötztal-Bahnhof, kein einziger der rund 110 Züge rollte vorbei. Die ÖBB haben ein dickes Sanierungspaket für die Arlbergstrecke geschnürt, rund 23 Mio. Euro werden in die „Operation Arlbergbahn“ bis 2. Juli investiert – die TT berichtete.

Hunderte Berufspendler sowie Schüler treffen täglich am Knotenbahnhof Landeck-Zams ein. Von Chaos war trotzdem keine Spur, als Ordnerdienste der ÖBB und Busfahrer des Schienenersatzverkehrs die Fahrgäste zum Einstieg baten. „Der Bus nach Bludenz ist etwa zehn Minuten länger unterwegs als der Railjet“, klärte ein ÖBB-Mitarbeiter auf und klemmte den frisch ausgedruckten Fahrplan in eine Schautafel.

In Summe sind seit gestern mehr als 70 ÖBB-Postbusse sowie einige Privatbusse im Nahverkehr entlang der gesperrten Arlbergbahnstrecke unterwegs – praktisch rund um die Uhr. Nur für überregionale Nachtzüge gibt es keinen Schienenersatzverkehr, sie werden über Bayern bzw. das Allgäu umgeleitet.

Hinter dem Schienenersatzverkehr steckt aufwändige Logistik, wie ÖBB-Regionalmanager René Zumtobel hervorhob. Ziel der ÖBB sei es, „ein baustellenbedingtes Mobilitätsangebot“ zur vollen Zufriedenheit der Fahrgäste einzurichten. Um Rückmeldungen zum Umstieg von der Bahn auf den Bus und umgekehrt zu bekommen, habe man Bewertungsstationen in Landeck-Zams und Ötztal-Bahnhof eingerichtet. „Wir hoffen, dass möglichst viele Fahrgäste mitmachen“, so der Regionalmanager. Der Bildschirm ist mit fünf selbsterklärenden Symbolen bestückt, eine wöchentliche Auswertung ist geplant. (hwe)

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