USA

US-Vizepräsidentin Kamala Harris: „Kommen Sie nicht zur Grenze!“

US-Vizepräsidentin Harris am Dienstag (Ortszeit) in Mexico City. Viele Migranten stranden auf dem Weg in die USA in Mexiko.
© AFP/Estrella

Wie die neue US-Regierung in der Migrationspolitik aus der Defensive kommen will.

Mexiko-Stadt – Die USA werden mit Mittelamerika zusammenarbeiten, um die Ursachen der Auswanderung zu bekämpfen. Das vereinbarte Vizepräsidentin Kamala Harris auf ihrer ersten Auslandsreise mit den Führungen von Guatemala und Mexiko. Geplant sind u. a. Programme zur Förderung der ländlichen Entwicklung, um dort Armut und Gewalt einzudämmen.

Die US-Regierung steht wegen steigender Zahlen von Migranten an der Südgrenze unter politischem Druck der Republikaner, die eine politische Gelegenheit sehen. Harris hat nun ihren Ton gegenüber Auswanderungswilligen verschärft. In Gutatemala sagte sie: „Leuten, die überlegen, die gefährliche Reise zur US-Grenze zu machen, sage ich klar: Kommen Sie nicht!“

Der Satz sorgte für Kritik am linken Parteiflügel der Demokraten. „An der Grenze einen Asylantrag zu stellen, ist eine hundertprozentig legale Methode der Ankunft“, twitterte die Abgeordnete Alexandria Ocasio-Cortez. Außerdem hätten die USA zur Destabilisierung von Lateinamerika beigetragen. „Wir können nicht jemandes Haus anzünden und ihnen dann vorwerfen, dass sie fliehen.“ (floo)