Petition für „Schlossmoar-Idyll“: Bürger machen gegen Hochstein-Parkplatz mobil

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Renate Hölzl (l.), Obfrau des Vereines Erholungslandschaft Osttirol, und Laura Winkler starten Bürgerbewegung für den Erhalt der Natur.
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Von Christoph Blassnig

Lienz – Gegen den Bau von 119 neuen Parkplätzen in unmittelbarer Nähe der Talstation der Hochsteinbahnen regt sich Widerstand. „Große Teile der Bevölkerung stehen hinter uns“, argumentieren Laura Winkler, eine Anrainerin, und Renate Hölzl, Obfrau des Vereines Erholungslandschaft Osttirol. Die beiden Frauen haben eine Online-Unterschriftenaktion „Schlossmoar-Idyll statt Parkplatz“ gestartet, um „eine der letzten Streuobstwiesen in Lienz“ zu bewahren.

Wie berichtet, haben die Lienzer Bergbahnen mit ihrem Vorstand Mario Tölderer und dem Aufsichtsratsvorsitzenden Franz Theurl am Hochstein-Areal Grundstücke im Ausmaß von 25.000 Quadratmetern um den Preis von 1,8 Millionen Euro gekauft. In der Ebene soll eine Grünfläche samt Baumbestand 119 neuen Pkw-Stellplätzen Platz machen, am dicht bewaldeten Hang planen die neuen Eigentümer Rodungen für einen Weg, der Rodler, Skitourengeher und Mountainbiker sicher zu ihren Routen oberhalb einer Straße führen soll.

„Wir waren vor einer Woche zu einem Gespräch mit den Bergbahnen geladen, um unsere Alternativvorschläge für die Pläne am Schlossmoar-Areal darzulegen“, berichtete Hölzl. Doch die Verantwortlichen hätten den Argumenten der Frauen kein Gehör geschenkt.

„Wir bieten der Bevölkerung daher mit unserer Unterschriftenaktion die Möglichkeit, sich mit uns gegen die Zerstörung des einmaligen und unwiederbringlichen Naturschatzes Schlossmoar auszusprechen“, erläuterte Winkler. Am bestehenden Terlagofeld-Parkplatz auf der anderen Straßenseite seien bereits 150 Stellplätze vorhanden. „Mehr, als nun gebaut würden.“ Diese seien ausreichend, für zusätzliche Busse könne man beim Mobilitätszentrum Parkflächen einrichten und die Gäste zum Hochstein bringen. Zusätzlich sollte der Takt der Stadtbuslinien von einer Stunde deutlich verkürzt werden.

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