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Brisanter Öko-Streit um das Biogas zwischen Tigas und Land Tirol

Wie ökologisch ist Biogas? Die Tigas ist gegen eine Alternativenprüfung bei Neubauten, das Land widerspricht: bei Gaslieferungen seien derzeit nur maximal ein bis zwei Prozent Biogasanteil.

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Für das Land reicht die Bezeichnung „Biogas“ als nachhaltiges Energiesystem derzeit nicht aus. Denn die Beimischung von Biogas führe nur zu einem sehr geringen Biogasanteil von etwa ein bis zwei Prozent.
© Tigas

Von Peter Nindler

Innsbruck – Es kommt wohl nicht alle Tage vor, dass ein Landesunternehmen so offensiv gegen das Land vorgeht. Doch seit Monaten brodelt es im Hintergrund zwischen der Landesregierung und dem Erdgasversorger Tigas – einer 86-Prozent-Tochter des Landesenergieversorgers Tiwag. 14 Prozent halten die Innsbrucker Kommunalbetriebe. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie nachhaltig und umweltfreundlich das derzeit von der Tigas angebotene Biogas ist. Schließlich ist die Beimischung bei Gaslieferungen noch relativ gering.

Tirol strebt bekanntlich bis 2050 die Energiewende an und will bis dahin energieautonom werden. Dafür ist die Abkehr von fossilen Energiesystemen und vielmehr der Einsatz von erneuerbaren Energien notwendig. Bei Neubauten und größeren Sanierungen benötigt es schon jetzt eine so genannte Alternativenprüfung. Sie besteht in der Begutachtung der rechtlichen, technischen, ökologischen und wirtschaftlichen Realisierbarkeit des Einsatzes von hocheffizienten alternativen Systemen, die zu dokumentieren und nachzuweisen ist.


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