Plus

Bis zu 14.000 Tierversuche an MedUni Innsbruck: Ein Leben für die anderen

Tierversuche sind höchst umstritten, besonders bei medizinischen Studien, aber noch schwer zu ersetzen, sagen Experten. In Innsbruck wird hauptsächlich mit und an Mäusen geforscht.

  • Artikel
  • Diskussion
Zwischen 13.000 und 14.000 Tiere werden an der MedUni Innsbruck jährlich für Versuche verwendet, rund 97 Prozent davon sind Mäuse, der Rest hauptsächlich Ratten, Zebrafische und einige Kaninchen.
© MUI/F. Lechner

Von Benedikt Mair

Innsbruck – Weil sie 100 Mäuse nicht mehr mit Futter und Wasser versorgt haben soll und diese dadurch verendet seien, musste sich eine ehemalige Tierpflegerin eines Labors der Medizinischen Uni Wien unlängst vor Gericht verantworten. Quälerei warf ihr die Staatsanwaltschaft der Bundeshauptstadt vor, die Frau sprach davon, überfordert gewesen zu sein. Der Prozess, in dem die Angeklagte schließlich freigesprochen wurde, hat neuen Schwung in eine seit Jahren geführte Debatte über Für und Wider von Tierversuchen in Österreich gebracht.

Im Jahr 2019 wurden bundesweit etwas mehr als 246.000 Tiere für Experimente verwendet – eine aktuelle Statistik gibt es derzeit nicht. Knapp über 205.858 und damit das absolute Gros der eingesetzten Individuen waren Mäuse. An immerhin 2087 Hühnern, 1840 Schweinen, 986 Kaninchen, 584 Rindern und 155 Hunden wurden ebenfalls Versuche durchgeführt. Wie viele der Untersuchungen in Tirol abgewickelt wurden, ist nicht bekannt. Das zuständige Wissenschaftsministerium erklärt, dass diese Zahlen nicht gesondert erhoben würden.


Kommentieren


Schlagworte