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TT-Leitartikel zur EURO: Wenn schon Anteilnahme, dann richtig

Die Begeisterung über Fußball vor Fans, über das Frühlingserwachen nach einem Jahr Ausnahmesituation, erfuhr am Samstag einen jähen Dämpfer. Die verständliche Betroffenheit wich mancherorts einer heuchlerischen Diskussion.

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Der Däne Christian Eriksen brach im Spiel gegen Finnland zusammen und musste reanimiert werden.
© WOLFGANG RATTAY
Florian Madl

Leitartikel

Von Florian Madl

Dramatische Ereignisse wie der Zusammenbruch des Dänen Christian Eriksen im Rahmen der Fußball-EM folgen einer immer gleichen Chronologie: Erst passiert das Unerwartete, ehe nach einem kurzen Moment der Schockstarre die Mechanismen in Gang kommen:

TV-Moderatoren sprechen von Bildern, die keiner sehen will, während die Kameras ihrer Sendestationen unentwegt auf den Ort des Geschehens gerichtet sind.

Experten stellen die Fortsetzung des Spiels oder sogar des ganzen Turniers in Frage, um diese Momente der Leere und damit die freie Sendezeit bemüht aufgeregt zu füllen.

Unausweichlich: Im Internet kursieren Gerüchte über den Zustand des Betroffenen, wobei die besonders Ahnungs- und Schamlosen im Sinne der Klick-Zahlen oder der Effekthascherei besonders Schlimmes mitbekommen haben wollen.


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