Schwazer Mandatare wollen Sitzungsablauf im Gemeinderat ändern

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Schwazer Mandatar will Bürgersprechstunde einführen.
© TT/Rachlé

Schwaz – Sonderlich viele Zuhörer trifft man bei den Gemeinderatssitzungen in Schwaz so gut wie nie an. Noch dazu dauert es, bis die Tagesordnung zu den spannenden Punkten übergeht, meist bis zu einer Stunde, denn erst dann haben alle Referenten ihre Berichte zu vergangenen Ereignissen ihrer Ressorts vorgetragen. Sowohl zu mehr Andrang bei den Sitzungen als auch zu aktuelleren Berichten der Referenten trafen bei der jüngsten Sitzung Anträge bzw. Ideen ein.

Der freie Mandatar Albert Polletta, der nächstes Jahr für die NEOS in die Gemeinderatswahl geht, schlug vor, eine „aktuelle Stunde“ zu etablieren. Dabei sollen alle Fraktionen zu einem aktuellen Thema in der Sitzung Stellung nehmen. „Einerseits werden die Berichte der Referenten immer länger und andererseits kann es unter diesem Tagesordnungspunkt zu keinen inhaltlichen Diskussionen kommen“, sagt Polletta. Er will das optimieren. Pro Referent solle die Redezeit auf eine Minute begrenzt werden. Jede Fraktion erhalte zehn Minuten, was in Summe eine Stunde ergebe, um Ideen zu einem vorab festgelegten Thema zu äußern.

Eine Stunde forderte auch der freie Mandatar Benjamin Kranzl. Er möchte eine Bürgersprechstunde einführen. „Man könnte das bei jeder zweiten Sitzung machen und so den Bürgern die Möglichkeit bieten, frei zu sprechen“, erklärte Kranzl. Die Stadtteilgespräche sind laut ihm zu wenig. Es gehe darum, das „Gemeinwesen in Schwaz partizipativer und mit mehr Möglichkeiten im Diskurs zwischen Bürgern und Gemeindevertretern“ zu gestalten. So könne jeder Bürger öffentlich Fragen, Anregungen und Beschwerden direkt an die Politik weitergeben.

Die Anträge wurden ohne Diskussion den zuständigen Gremien zugewiesen. (emf)


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