Städtenetzwerk: Über den Tellerrand des Südalpenraums

Das Städtenetzwerk wird in einer Zusammenarbeit von Hochschulen und Unternehmen sichtbar.

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Fadi Dohnal (l.) und Margit Raich (r.) luden in Lienz Unternehmer zur Diskussion.
© Umit Tirol/Brunner Images

Von Christoph Blassnig

Lienz – Der Südalpenraum mit den Bezirksstädten Lienz, Spittal, Hermagor und Bruneck nimmt Fahrt auf. Als grenzüberschreitendes Städtenetzwerk haben die vier Regionen eine Charta, also ein Regelwerk, für die gemeinsame Weiterentwicklung unterzeichnet. Rund 200.000 Menschen leben im Wirkungsbereich. Man will Mut machen, voneinander lernen und durch Kooperationen neue Wege ermöglichen, und zwar über die rein wirtschaftliche Zusammenarbeit hinaus. Einen ersten Schritt setzen die Fachhochschule Kärnten, die UMIT Tirol und die Universität Bozen heuer mit der Veranstaltungsreihe „Unternehmer*innen tun“, die in Lienz begonnen hat und im Herbst in Spittal und Bruneck fortgesetzt wird.

Margit Raich, Forscherin an der UMIT, hat den ersten Abend mit heimischen Unternehmern in Lienz geleitet. Die Diskussionsrunde wurde per Live-Stream im Internet übertragen. Anna und Marianna Oberdorfer haben ihre Schneiderei vorgestellt, die beiden Jungunternehmer Roland Tiefnig und Armin Hofmann ihr Start-up und Walter Hueter seinen etablierten 3D-Druck-Dienstleistungsbetrieb.

„Wir Hochschulen leben von der Zusammenarbeit, bestimmt war das mit ein Grund, warum das Regionsmanagement eine Vernetzung vorgeschlagen hat“, erläuterte Fadi Dohnal, Standortleiter der UMIT in Lienz, die begonnene Kooperation. Margit Raich hat viele Jahre Erfahrung in der Begleitung von Klein- und Kleinstunternehmen. „Coaching hat sich dabei als sehr gutes Instrument erwiesen. Die Unternehmer treffen sich regelmäßig, berichten einander, kommen auf neue Ideen, schließen Kontakte, möglicherweise bis hin zu einem gemeinsamen Produkt.“

Roland Tiefnig und Armin Hofmann hätten etwa berichtet, dass sie sich einmal pro Woche zusammensetzen, um selbst an der Weiterentwicklung ihres jungen Unternehmens zu feilen. Anna und Marianna Oberdorfer stünden mit dem Familienbetrieb, den inzwischen Tochter Anna übernommen hat, beispielhaft für viele andere. „In diesen Fällen stellt sich oft die Frage, wie die junge Generation Erfolgreiches weiterentwickelt und welche neuen Wege zugleich möglich sind“, schilderte Raich. In den Gesprächsrunden würden Stolpersteine und Potenziale aufgezeigt, die Hochschulen würden Rückmeldungen einholen und möglichen Bedarf ergründen. „Wir bündeln unsere Kräfte und schauen über den Tellerrand und den Südalpenraum hinaus.“

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