Plus

Nach Unfällen: Innsbruck braucht mehr Sicherheit für Sillschlucht

Nach den Unfällen bei nächtlichen Partys ringen Stadtpolitik und Polizei um ein neues Konzept. Eine Sperre der Sillschlucht ist aber derzeit eher keine Option.

  • Artikel
  • Video
  • Diskussion (10)
Bruno Berloffa (Bergrettung), BM Georg Willi, LA Gebi Mair (beide Grüne) und Vizebürgermeister Johannes Anzengruber (VP; v. l.) beim Lokalaugenschein in der Innsbrucker Sillschlucht.
© Falk

Von Thomas Hörmann

Innsbruck – Die neuerlichen Unfälle bei nächtlichen Partys in der Innsbrucker Sillschlucht sorgen für Diskussionen. Die einen wollen die Feste mit meist jungen Besuchern unterbinden, andere das gefährliche Gelände entschärfen. Schon heute berät die Innsbrucker Polizeiführung über Maßnahmen. Am Donnerstag suchen Stadtpolitiker unter Einbeziehung der Einsatzkräfte bei einem Runden Tisch nach Lösungen. Schon gestern Abend haben sich Bürgermeister Georg Willi (Grüne) und sein Vize Johannes Anzengruber (VP) bei einem Lokalaugenschein unter Führung der Bergretter ein Bild von der Situation am Partygelände gemacht.

Rückblende: Es war am Sonntag gegen 2.45 Uhr, als eine 27-jährige Deutsche auf einem Steig 15 Meter über eine Felswand abgestürzt ist. „Die Frau erlitt schwere Verletzungen“, erzählt Bruno Berloffa, Chef der Innsbrucker Bergrettung, der den Rettungseinsatz leitete. Etwa zur gleichen Zeit stürzte an derselben Stelle eine weitere Frau ab: „Sie landete auf einem Holzstapel und kam mit leichten Verletzungen davon“, schildert Berloffa. Die Felswand wurde bereits vor einem Monat einem Partybesucher beinahe zum Verhängnis: „Er zog sich schwerste Kopfverletzungen zu“, weiß der Bergretter.

📽️ Video | Gefährlicher Partyplatz:


Kommentieren


Schlagworte