Schüler sorgen für Spiel und Spaß im Jenbacher Moos

HTL- und Poly-Schüler lassen mit neuen Attraktionen im Naherholungsgebiet aufhorchen. Das Moos ist um eine Matschanlage und 60 Bäume reicher.

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Die Freude über das Projekt der HTL-Jenbach im Naherholungsgebiet Moos ist nicht nur bei den Kindern Silas und Moritz groß, sondern auch bei allen Mitwirkenden: Christian Kofler, BM Dietmar Wallner, Manfred Kruckenhauser (kniend), Johann Ortner mit den HTL-Schülern sowie Initiatorin Angela Rainer von der Freiwilligenbörse.
© Eva-Maria Fankhauser

Von Eva-Maria Fankhhauser

Jenbach – Der kleine Silas und sein Bruder Moritz sind voll in ihrem Element. „Halt das zu und stau das Wasser auf“, ruft Moritz, während er im unteren Becken die Drehelemente platziert. „Jetzt?“, fragt Silas. Und plötzlich heißt es Wasser marsch. Die beiden Kinder kommen aus dem Staunen und Lachen nicht mehr raus. Die neue Matschanlage im Naherholungsgebiet Moos in Jenbach macht sichtlich Spaß. Das freut auch die Erfinder: die Schüler der HTL Jenbach.

Monatelang haben sie geplant, getüftelt, gebaut, umkonstruiert und schließlich auch montiert. Die Idee dazu kam von Angela Rainer von der Freiwilligenbörse Jenbach. „Die Schüler waren sofort begeistert vom Vorschlag. Immerhin geht es nicht nur um Theorie, sondern auch um die Anwendung“, sagt HTL-Lehrer Johann Ortner.

Gestartet wurde mit einem Lokalaugenschein und Drohnenaufnahmen des Geländes. Danach arbeiteten die kreativen Köpfe verschiedene Projekte aus. Simon Huber und Gregor Payr aus der 5. Klasse Maschinenbau überzeugten mit ihren Ideen. Unter der Projektleitung von Christian Kofler entstanden mehrere virtuelle und auch reale Prototypen. „Dieser Realitätsbezug ist schon etwas Tolles und wichtig für die Schüler“, sagt Kofler. Klassenübergreifend wurde das Projekt vorangetrieben. Mit Hilfe von Werkstättenleiter Manfred Kruckenhauser wurden die einzelnen Elemente in der Schule angefertigt. Vor Kurzem ging es dann ans Aufbauen im Moos. „Es gibt schon erste Ideen zur Adaptierung, das soll ein laufender Prozess sein. Auch Folgeprojekte wären gut“, sagt Kruckenhauser.

BM Dietmar Wallner, Poly-Schulleiter Wolfgang Troger, Angela Rainer von der Freiwilligenbörse und Lehrerin Karin Thaler haben mit den Schülerinnen Anna-Lena, Leonie und Clara (v. l.) das Baumaufforstungsprojekt im Moos unterstützt.
© Eva-Maria Fankhauser

Eine Herausforderung für die Schüler waren die Sicherheitsstandards und Normen. „Da musste schon teils umgeplant, etwas höher, runder gebaut oder entschärft werden“, sagt Ortner. Die Schüler mussten sich den Schwierigkeiten stellen und entwickelten ihr Projekt stetig weiter. Nun bereiten sie damit kleinen Kindern eine große Freude.

Ein breites Grinsen hat auch Rainer im Gesicht. Nicht nur wegen der neuen Matschanlage, sondern auch wegen des zweiten Projekts im Moos: „Gemeinsam mit der Polytechnischen Schule haben wir eine Baumaufforstung gestartet.“ Mittels Spendenaufruf konnten über 60 Bäume gepflanzt werden. Eigentlich sollten die Schüler die Bäume im Rahmen eines Freiwilligenprojektes einpflanzen, doch Corona funkte dazwischen. „Mitgearbeitet haben sie trotzdem super und im Unterricht Schilder für jedes Stämmchen angefertigt“, sagt Rainer. Für Poly-Schulleiter Wolfgang Troger hat die Aktion dennoch das Bewusstsein bei den Schülern geschaffen, dass sie zur „Verschönerung von Jenbach“ beigetragen haben.

BM Dietmar Wallner ist vom Einsatz der HTL- und Poly-Schüler beeindruckt. Beide Projekte tragen zur Attraktivierung des Moos bei.


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