Platter sauer: „Güterverlagerung auf die Schiene wird torpediert“

Der Tiroler Landeshauptmann ist über die informell auf EU-Ebene abgesegnete neue Eurovignettenrichtlinie nicht erfreut. Dass zudem Italien und Deutschland eine Art Vetorecht gegen Mauterhöhungen in Tirol bekommen sollten, sei "völlig indiskutabel".

  • Artikel
  • Diskussion (6)
Tirols Landeshauptmann Günther Platter.
© Rita Falk

Innsbruck – Der Rückschlag für den Tiroler Anti-Transitkampf durch die am Mittwoch informell auf EU-Ebene abgesegnete neue Eurovignettenrichtlinie lässt LH Günther Plater kochen: "Solange EU-Mitgliedsländer wie Deutschland und Italien die europäische Transitpolitik nur nach ihren nationalen Interessen ausrichten wollen, werden belastete Regionen wie Tirol auch weiterhin gezwungen sein, ihre Bevölkerung mit allen Mitteln gegen die Transitlawine zu schützen."

Anstatt einen Paradigmenwechsel einzuläuten, verfolgten einige Staaten nur das Ziel, Hürden für den Straßentransit zu senken und derart die Güterverlagerung auf die Schiene "zu torpedieren".

Dass zudem Italien und Deutschland eine Art Vetorecht gegen Mauterhöhungen in Tirol bekommen sollten, sei "völlig indiskutabel": "Ich erwarte mir in dieser Frage die volle Unterstützung der Bundesregierung im Sinne des Transitkapitels im Regierungsübereinkommen." (TT)

10x Wanderausrüstung zu gewinnen

TT-ePaper gratis ausprobieren, der Gratiszeitraum endet nach 4 Wochen automatisch.


Kommentieren


Schlagworte