Sprint-Europameisterschaft in Kitzbühel als Testlauf für Olympia

Die Triathlon-EM geht bis Sonntag am Schwarzsee in Szene – mit dem Tiroler Olympiastarter Luis Knabl.

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Nach 2014 und 2017 (Bild Knabl) steigt in Kitzbühel wieder die Triathlon-EM.
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Kitzbühel – Wenn Kitzbühel ruft, dann stehen die weltbesten Sportler bereit. Das ist beim legendären Hahnenkammrennen so und im Sommer beim Triathlon nicht anders. Bei der Sprint-EM geht es ab heute um Medaillen und ein gutes Bauchgefühl für die Olympischen Spiele in Tokio, denn zeitlich passt der Termin den vier österreichischen Athleten, die ihren Fokus ganz auf die fünf Ringe gelegt haben, eigentlich nicht ins Konzept.

Der Tiroler Luis Knabl (Raika Tri Team Telfs) kommt direkt vom Höhentraining in St. Moritz (SUI). „Er ist ein bisserl ungünstig, weil es recht knapp vor den Sommerspielen ist, alle bestreiten etwas unterschiedliche Wege in der Vorbereitung. Julia und Luis unterbrechen für die EM ihr Höhentrainingslager, Lukas bereitet sich mit einem Höhenzelt vor. Und Lisa war vergangene Woche beim Weltcup in Huatulco dabei, wo sie klimatisch ähnliche Bedingungen wie bei den Spielen hatte“, sagte ÖTRV-Sportdirektor Robert Michlmayr. Perterer wird in Kitzbühel nur den Mannschaftsbewerb in Angriff nehmen.

Der EM-Abschluss am Sonntag bietet im Prinzip eine gute Möglichkeit, den Mixed-Bewerb noch einmal zu testen. Dieser wird in Tokio erstmal olympisch sein. Die Einzelrennen gehen am Samstag über die Super-Sprintdistanz mit 500 m Schwimmen, 12 km Radfahren und 3,1 km Laufen in Szene, man erhofft sich eine Olympia-Aufnahme für 2028.

„Wir wollen vor allem im Mixed nochmals die Abläufe testen. Wahrscheinlich werden wir auch in der Reihenfolge wie in Tokio aufstellen“, meinte Michlmayr. Es könne danach aber noch Überlegungen geben, da etwas zu ändern. Das Trio Hauser/Knabl/Hollaus wird am 16. Juli im Precamp in Nasushiobara teilnehmen und am 22. ins Dorf einziehen. Perterer reist am 19. direkt nach Japan und bildet ab 20. die Vorhut der ÖOC-Triathleten im Village.

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Neben Elite-Starter Luis Knabl sind auch Therese Feuersinger (Wave Tri Team Wörgl), Magdalena Früh (1. TTC Innsbruck/beide U23) sowie Tabea Huys (Make-It-Happen Triathlon Zillertal) gemeldet. Für die junge Tirolerin Pia Totschnig gab es trotz Top-20-Platz im Europacup leider kein Ticket. (APA, ben)


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