Opels neuer Crossland: Alltagshelden chic gemacht

Das Geschäft mit kompakten Crossover-SUV brummt. Opel mischt mit dem praktischen Crossland munter mit. Jetzt wurde er überarbeitet und erhielt als erster Rüsselsheimer das neue Markengesicht.

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Seit der Überarbeitung des Crossland fehlt ihm der Zusatz X. Dafür trägt der schmucke Crossover nun schon als eines der ersten Modelle das neue Markengesicht „Vizor“.
© Fellner

Von Reinhard Fellner

Innsbruck – Zu den boomenden Segmenten am Automarkt gehören weiter kompakte Crossover. Das sind höherbauende Fahrzeuge, die aussehen wie SUV, aber mit Geländegängigkeit nichts am Hut haben und so auch nur selten mit Allradantrieb zu haben sind. Trotzdem sind diese 4,2-Meter-Crossover derzeit drauf und dran, der bisher so beliebten Kompaktklasse den Rang abzulaufen. Grund: ihre Alltagstauglichkeit. So bieten die Crossover höhere Bodenfreiheit und damit einhergehend höheres Sitzen und bessere Übersichtlichkeit. Die hohe Statur wirkt sich dabei bis zum Dach aus und ermöglicht zusammen mit relativ kurzen Türen einen äußerst bequemen Einstieg auch in engen Parkplätzen – ganz ohne Kopfeinzug.

Opel ist in diesem Segment bereits seit 2017 mit dem Crossland X vertreten. Der nunmehrige Stellantis-Konzernverbund lieferte die technische Basis. Dies alles wurde in Rüsselsheim noch weiter verfeinert und auf die Bedürfnisse der Kundschaft abgestimmt – schließlich steht Opel im Konzern für deutsche Ingenieurskunst und Qualitätsanspruch. „Made in Germany“ und die Markentradition werden bei Opel künftig übrigens noch viel stärker in den Mittelpunkt gestellt. So entwickelte man aus der kultigen Front des Manta A auch ein komplett neues Markengesicht – den schmal zulaufenden „Vizor“.

Dieser schmückt nun samt serienmäßigen LED-Scheinwerfern den neuen Crossland. Sonst hat sich außer überarbeiteten Motoren, Feinarbeit und Multimedia nicht viel getan. Gut so! Der Crossland ist im Alltag nämlich ein ungemein feines und praktisches Auto. Für die Stadt und Umgebung nahezu ein Idealmaß. Bei 4,2 Metern wendig und parkplatzfreundlich, bietet der Opel Raum in Hülle und Fülle – dazu all das, was in den ersten Zeilen des Artikels zu diesen Crossovern geschrieben wurde. Alles wirkt durchdacht und gut gemacht. Ein Beispiel ist die verschiebbare Rückbank mit breiter Durchreiche. Klappt man sie um, ergibt dies auch noch einen völlig ebenen Ladeboden. Fahren ist dann wieder ganz Opel. Lenkung mit Gespür für die Straße und ein sicheres Fahrgefühl – auch wenn der Crossland für einen Hessen relativ komfortabel abgestimmt ist. So wird Fahren zur angenehmen und entspannenden Selbstverständlichkeit: Alles im Blick, nichts lenkt ab oder fordert. Die geradezu mustergültig einfache Bedienung trägt dazu bei.

Statt der teils etwas ruckeligen Automatik in der getesteten Topversion (31.579 Euro) würden wir aber zum Schalter raten. Der starke, aber etwas vorlaute 130-PS-Benziner darf ebenso durch die 110-PS-Maschine ersetzt werden. Und schon präsentiert sich der Crossland als wahrer Alltagsheld für gut 23.000 Euro. Das passt dann wirklich zur neuen Kompaktklasse.


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