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Meteorologe Thomas Pichler: Das Wetter-Orakel von Pians

Thomas Pichler sagt den Oberländern täglich ihr Wetter voraus. Wie oft liegt er dabei falsch und was hat seine Leidenschaft mit verschmierten Fenstern zu tun?

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Der Pianner Meteorologe Thomas Pichler bei einer Wetterstation in Landeck.
© Uwe Grinzinger

Von Matthias Reichle

Pians – Egal ob’s auf der Idalpe schneit, in Pfunds die Sonne scheint oder es im Ötztal noch regnet – er weiß es schon Tage im Voraus. Und behält in den allermeisten Fällen sogar Recht. Er ist so etwas wie der Wetterprophet für die Oberländer, der Meteorologe Thomas Pichler hat sein Büro im Pianner Weiler Quadratsch. Hier erstellt er täglich Wettervorhersagen für die Gemeinden der Bezirke Landeck und Imst – und darüber hinaus.

„Der alpine Raum bietet eben von allem mehr – mehr Schönheit, aber auch mehr und extremere Gefahren“, betont Pichler. Meteorologe im Oberland zu sein, sei definitiv spannender als im Flachland.

Die Leidenschaft fürs Wetter hat der Pianner, der 1969 geboren wurde und in Landeck aufgewachsen ist, schon in der Kindheit gepackt. „Meine Mama hat immer mit mir geschimpft, weil ich von Fenster zu Fenster gelaufen bin und sehen wollte, wie das Wetter am Thial, am Krahberg und in den Lechtaler Alpen grade ist. Schneit es noch, kommt ein Gewitter? Da bin ich hin- und hergewetzt und habe das Glas angetappt und verschmiert. Sie hat dann immer Fenster putzen müssen, weil ich mich fürs Wetter interessiert habe.“


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