Plus

Zeitreise 8000 Meter unter dem Meeresspiegel

Der Geologe Michael Strasser von der Uni Innsbruck hat im „Home-Office“ eine Tiefsee-Expedition zur Erforschung von Erdbeben vor der Küste Japans geleitet. Sein Team hat Hunderte Meter Bohrkerne entnommen – so tief wie noch nie.

  • Artikel
  • Diskussion
Der Tiefseebohrer an Bord des Schiffes „Kaimei“ war vor der Ostküste Japans so tief im Meeresboden wie kein anderes Gerät zuvor.
© AFP

Von Matthias Christler

Am 11. März 2011 um 14.46 Uhr bebte es im Meer vor der Ostküste Japans so stark, wie es noch selten in der Menschheitsgeschichte gemessen wurde. Die Folgen – der Tsunami, die Flut, die Katastrophe von Fukushima, die mehr als 20.000 Toten – sind bekannt. Was genau am Meeresboden in diesem Moment und danach passiert ist, das will Michael Strasser wissen. Deswegen hat sich der Geologe der Universität Innsbruck als Leiter eines internationalen Forscherteams auf die Spuren von Jules Verne begeben. Es waren zwar nicht „20.000 Meilen unter dem Meer“, aber immerhin mehr als 8000 Meter unter dem Meeresspiegel. Und auch keine „Reise zum Mittelpunkt der Erde“, doch der Tiefseebohrer an Bord des Schiffes „Kaimei“ war in den vergangenen Monaten vor der Ostküste Japans so tief im Meeresboden wie kein anderes Gerät zuvor.


Kommentieren


Schlagworte