Sommertourismus: Buchungen kommen in Schwung

Während Thermen im Burgenland und der Steiermark ausgebucht sind, schwankt die Buchungslage in Westösterreich stark.

  • Artikel
  • Diskussion
Die Thermen- und Wellnesshotels im Burgenland und in der Steiermark sind mit 80 Prozent Auslastung praktisch ausgebucht.
© Thermenresort Loipersdorf

Wien – Einen Monat nach der Öffnung des Tourismus herrscht in der heimischen Ferienhotellerie wieder Zuversicht. „Die Lust aufs Reisen ist schon nochmals größer geworden – das ist deutlich spürbar“, sagte der Sprecher der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV), Martin Stanits, zur APA. Die Betriebe rechnen fix mit starken Last-Minute-Buchungen. Die Flaute in den Städten hält hingegen an.

Im Westen Österreichs ist die Buchungslage nach dem monatelangen Lockdown – von Anfang November bis Mitte Mai – regional sehr unterschiedlich: „In einigen Regionen ist sie schon sehr gut, in anderen kommen die Reservierungen zumindest schön langsam herein, was optimistisch stimmt“, so Stanits. Reisegruppen fehlten noch: Das Interesse seitens der Gäste wäre wohl da, allerdings brauche die Organisation Zeit, sagte der Branchenexperte unter Verweis auf das Verhandeln und Schnüren der Packages mit Hotels, Bussen, Druck von Katalogen und Informationszetteln bzw. Integration in Kunden-Apps im Handel.

Bundesweit sind heuer einmal mehr vor allem die Kärntner Seen gefragt. Die Beherbergungsbetriebe blicken dort in Richtung „Vollbelegung bis in den Oktober“. Die Thermen- und Wellnesshotels im Burgenland und in der Steiermark sind im Moment sogar „mit 80 Prozent und somit mit voller derzeit erlaubter Auslastung“ quasi ausgebucht, wie aus einer Umfrage unter den ÖHV-Mitgliedsbetrieben hervorgeht.

„Es gibt dort mehr Nachfrage, als derzeit von der Auslastung her möglich ist“, erklärte der Branchensprecher. Mit den jüngsten Lockerungen der Corona-Beschränkungen dürfte sich das etwas entspannen. „Derzeit sieht es so aus, als könnte man ab Juli wieder Betten bekommen.“ Mit den Umsätzen sei man zufrieden, allerdings lägen die Kosten infolge der Corona-Maßnahmen deutlich höher als sonst.

10x Wanderausrüstung zu gewinnen

TT-ePaper gratis ausprobieren, der Gratiszeitraum endet nach 4 Wochen automatisch.

Die Stimmung sowohl bei den Gästen als auch bei den Mitarbeitern sei „sehr gut“. Ergänzende Beschäftigte seien jedoch kaum zu bekommen: „Es fehlen Mitarbeiter in allen Positionen – am allermeisten im Service, in der Küche, aber auch rundherum.“

In der Stadthotellerie kriselt es nach wie vor. Mangels Flugverbindungen kommen keine Touristen aus Übersee, von denen dieses Segment hauptsächlich lebt. Die geschäftlichen Auswirkungen sehe man, nach Wien, wohl in der Stadt Salzburg am deutlichsten – mit einer Auslastung von nur 30 Prozent im Juni und im Juli. Dank den Salzburger Festspielen zeichnen sich für August 60 bis 70 Prozent ab. Umso wichtiger sei das Funktionieren des Grünen Passes inklusive Drittstaatenabkommen. (APA)


Kommentieren


Schlagworte