Gratisparken in Innsbruck: ÖVP genervt von „Nachwatten“

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Die Gelbe Innenstadtkarte würde BM Georg Willi lieber fördern, als Geld aus dem Corona-Topf in Gratisparkstunden zu stecken.
© De Moor

Innsbruck – In der Stadtpolitik gibt es wieder einmal Knatsch. Wie berichtet, möchte Bürgermeister Georg Willi (Grüne) 190.000 Euro an Corona-Wirtschaftshilfe lieber in die Gelbe Innenstadtkarte investieren als in Gratisparkstunden in den Tiefgaragen. Dieses „Nachwatten“, wie es die ÖVP nennt, sorgt für Ärger bei Verkehrsausschussobfrau Mariella Lutz: „Es ist ein No-go, wenn nach Abstimmungen die Beschlüsse nicht umgesetzt werden bzw. alles versucht wird, diese zu drehen.“ Die Grünen müssten lernen, dass es beim Spiel der freien Kräfte Mehrheitsentscheidungen gegen ihren Willen gibt. Schützenhilfe bekommt die ÖVP von der Wirtschaftskammer. Für Bezirksobmann Franz Jirka helfen die Gratisparkstunden, die mit den 190.000 Euro sechs Wochen lang an Freitagen und Samstag angeboten werden könnten, sehr wohl, um der Stadt mehr Kunden zu bescheren.

Vize-BM Markus Lassenberger erneuert zwar das Bekenntnis der FPÖ zur Gelben Innenstadtkarte. Gleichzeitig verweist er auf die Kaufhaus Tyrol Tiefgarage, die mit Zahlen belegen könne, dass sich die Gratisparkstunde positiv auf potenzielle Kunden auswirke. „Die Grünen sollen auch nicht so tun, als würde die Innenstadtkarte aufgrund der Gratisparkstunde sterben.“ (TT)


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