„Katastrophen warten nicht, bis wir bereit sind“: Rotes Kreuz bildet Mitglieder aus

Auf sie ist Verlass – 108 Mitglieder des Roten Kreuzes lernen, wie man bei verschiedensten Katastrophen am besten reagiert und was zu tun ist.

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Insgesamt 108 Teilnehmer aus ganz Tirol lassen sich zu Katastrophenhilfs-Experten ausbilden.
© Rotes Kreuz Tirol/Liebl

Kundl – Massenkarambolagen auf der Autobahn, Schneelagen, Starkwindereignisse oder ein Black-out – bei Katastrophenszenarien wie diesen gilt es schnell, strukturiert und professionell zu reagieren. Und genau das wurde am Wochenende trainiert. Denn nach einjähriger, Corona-bedingter Pause startet das Rote Kreuz Tirol wieder mit der Ausbildung von Katastrophenhilfs-Experten. 108 Teilnehmer aus allen Rotkreuz-Bezirken absolvierten am letzten Wochenende den ersten Teil der Ausbildung, das Katastrophen-Basisseminar. Organisiert und durchgeführt wird dieses vom Landesrettungskommando Tirol in Kooperation mit der Rotkreuz-Bezirksstelle Kufstein.

Die Organisation lief im Vorjahr schon über Monate auf Hochtouren. Aber Corona durchkreuzte die Pläne des Kernteams des Bezirksrettungskommandos Kufstein für die Basisausbildung. „Für uns bedeutete dies eine Verlängerung der Planungsphase bis heuer, aber auch eine Umgestaltung des Seminarablaufs, um der Sicherheit und der Gesundheit der Teilnehmer gerecht zu werden“, erklärt Florian Margreiter, Bezirksrettungskommandant Kufstein. Seitens des Roten Kreuzes wollte man aber nicht zu lange warten und das Seminar zeitnah in Präsenz stattfinden lassen. „Denn Katastrophen warten nicht“, gibt Margreiter zu bedenken.

In der Volksschule Kundl war es am Wochenende dann so weit. Die Teilnehmer gaben alles und zeigten, was in ihnen steckt. Vor allem zeigten sie sich mit dem Erfolg des Auftaktseminars zufrieden. Eine von ihnen, die 18-jährige Luisa Mistelberger aus Sillian in Osttirol, ist überzeugt: „Schnelles Agieren in einer Katastrophe setzt voraus, dass alle Helfer dieselben Kenntnisse haben. Ausbildungen wie diese geben Sicherheit und Selbstvertrauen für den Fall, dass unsere Hilfe einmal mehr gefordert wird.“ Sie und ihre Kollegen sind schon gespannt, aber vor allem auch voll motiviert für den zweiten Teil.

„Das erste Modul konzentriert sich auf die theoretischen Grundlagen der Katastrophenhilfe. Die praktische Umsetzung dazu erfolgt im September im Rahmen des Einsatzseminars, bei dem mehrere Szenarien geübt werden“, erläutert Landesrettungskommandant Martin Dablander. (TT)

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