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TT-Leitartikel: Irans Hardliner bedanken sich bei Trump

Im Iran sitzen wieder die Hardliner an allen Schalthebeln der Macht, der erzkonservative Raisi löst Rohani als Präsidenten ab. Mit dem Ausstieg aus dem Atomdeal hat der frühere US-Präsident Trump diese Entwicklung gefördert.

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Christian Jentsch

Leitartikel

Von Christian Jentsch

Vor knapp sechs Jahren war die Hoffnung groß. Nach Jahrzehnten des Konflikts und einer stetig steigenden Kriegsgefahr einigten sich der Iran und die UNO-Vetomächte USA, Großbritannien, Frankreich, China und Russland sowie Deutschland in Wien auf ein Abkommen, das dem Spuk des iranischen Atomprogramms ein Ende setzen sollte. Teheran verpflichtete sich, die Urananreicherung herunterzufahren und Kontrollen (der Internationalen Atomenergiebehörde) zu erlauben. Im Gegenzug versprach der Westen, das harte Sanktionsregime, das den auf riesigen Erdölfeldern sitzenden Iran wirtschaftlich in den Abgrund stieß, zu lockern. Mit dem Deal wollte der Westen in erster Linie einen der gefährlichsten Konflikte auf der Weltbühne entschärfen. Doch es ging um weit mehr.


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