Radachsen im Großraum Hall neu beschildert, weiter große Lücken im Netz

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Hall, Rum, Thaur – Mit insgesamt 440 einheitlichen grünen Tafeln wurden bzw. werden die Radverbindungen im Großraum Hall neu beschildert. Die Maßnahme ist Teil des Anfang 2019 vorgestellten Radverkehrskonzepts im Planungsverband (PV) Hall und Umgebung, 45 Prozent der Gesamtkosten von ca. 95.000 Euro übernimmt das Land.

Die Region Hall sei die erste in Tirol, in der ein solches Leitsystem „in großem Stil auch für den lokalen Alltagsradverkehr zum Einsatz kommt“, lobt LHStv. Josef Geisler.

Während sich viele Radfahrer über die neuen Orientierungshilfen freuen dürften, sorgen sie bei anderen für Irritation: Denn die im Radwegkonzept vorgesehene neue Hauptachse Richtung Innsbruck weist nach wie vor massive Lücken auf, vor allem zwischen Thaur und Rum sowie westlich von Rum.

„Wir sind sehr bemüht, den Radweg fortzuführen“, betont BM Josef Karbon aus Rum. Beim Abschnitt Richtung Innsbruck-Arzl seien die Gespräche vielversprechend, im Bereich zwischen Thaur und Rum gestalte es sich derzeit schwierig. Das bestätigt Vize-BM Romed Giner, der in Rum die entsprechenden Verhandlungen führt: Über die Idee, einen Radweg direkt an der Aurainkante zwischen Rum und Arzl zu errichten, habe er mit allen (Rumer) Grundbesitzern persönlich gesprochen, fast alle seien grundsätzlich gesprächsbereit, da diese Lösung für sie viel besser sei als eine Radachse am bestehenden Feldweg. Jetzt kläre man mit Innsbruck die Rahmenbedingungen ab, die dann den Grundbesitzern in weiteren Gesprächen vorgestellt werden sollen. Bezüglich der Verbindung Rum-Thaur brauche es „weitere Gespräche“.

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Laut GV Joe Bertsch aus Thaur ist am 30. Juni ein Treffen mit Vertretern von PV und Grundzusammenlegung geplant, man hoffe, „Nägel mit Köpfen“ zu machen. (TT, md)


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