FPÖ kritisiert: „Tirols Immobilienmarkt wurde unterschätzt“

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Obwohl seit Jahrzehnten in Tirol immens viel gebaut wird, explodieren Jahr für Jahr die Wohnungspreise.
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Innsbruck – Der aktuelle Tiroler Immobilienpreisspiegel der Wirtschaftskammer hat abermals festgehalten, wie schnell sich die Preisspirale bei Tirols Immobilien dreht und somit Grund, Wohnungen und Häuser immer teurer werden. Besonders Anleger stecken ihr Vermögen in Tiroler Betongold, was die Preise zusätzlich anheizt.

Die FPÖ sieht die Boden- und Baupolitik des Landes als gescheitert an. „Der Immobilienmarkt wurde die letzten Jahre von der Landesregierung und von der Stadt Innsbruck völlig falsch eingeschätzt und sogar noch angeheizt“, kritisierte gestern FP-Wohnbausprecherin Evelyn Achhorner als Reaktion auf den Immobilienpreisspiegel. Obwohl in den letzten 20 Jahren Tirols Bevölkerung um 12,5 Prozent gewachsen sei, im gleichen Zeitraum aber 40 Prozent mehr Wohnungen gebaut wurden, drehe sich die Preisspirale munter weiter. „Man muss dringend die Stopptaste drücken und fragen, warum das passiert ist“, so Achhorner. Augenscheinlich werde am Bedarf vorbei gebaut. Sie kritisiert auch, dass gemeinnützige Wohnbauträger ihre geförderten Bauprojekte mit frei finanzierten Wohnungen „aufpeppen“ würden.

Unterdessen verspüren viele Menschen große Lust auf eine eigene Ferienimmobilie. Laut einer marketagent-Umfrage im Auftrag von willhaben suchen 14 Prozent (von 5000 Befragten) nach einer Ferienimmobilie oder einem Zweitwohnsitz in Österreich. Für 19 Prozent ist die Idee einer Ferienimmobilie aufgrund der Pandemie attraktiver geworden. (mas)


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