Boeing richtet Entschädigungsfonds für 737-Max-Opfer ein

Die Höhe des Gesamtsfonds beträgt 500 Millionen US-Dollar: Somit erhält jede berechtigte Familie rund 1,45 Millionen US-Dollar.

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In Äthiopien stürzte eine Boeing 737 Max 8 kurz nach dem Start ab und zerschellte am Boden. 157 Menschen starben.
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Chicago/Washington/Wien – Der US-Flugzeugbauer Boeing hat zur Entschädigung von Hinterbliebenen der Todesopfer der 737-Max-Abstürze einen Fonds in Höhe von 500 Millionen US-Dollar (rund 420 Millionen Euro) eingerichtet. Jede berechtigte Familie der 346 Opfer werde rund 1,45 Millionen US-Dollar (1,22 Millionen Euro) erhalten, erklärten die Verwalter der Gelder. Das US-Justizministerium und Boeing lehnten eine Stellungnahme zunächst ab.

Der Entschädigungsfonds ist Teil eines 2,5-Milliarden-Dollar-Vergleichs (2,1 Milliarden Euro) des US-Justizministeriums mit Boeing vom Jänner. Boeing musste sich nach dem Absturz der Lion Air im Oktober 2018 und der Ethiopian Airlines im März 2019 wegen Betrugs bei der Zertifizierung der 737 MAX vor Gericht verantworten. Der Vergleich ermöglichte es Boeing, eine strafrechtliche Verfolgung zu vermeiden, hat aber keine Auswirkungen auf zivilrechtliche Klagen der Angehörigen. (APA/Reuters)

Am 29. Oktober 2018 stürzte eine Maschine der Billigairline Lion Air ins Meer. Alle 189 Insassen kamen dabei ums Leben.
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