Arnautovic über Rekord-Torjäger Ronaldo: „Reden nicht mehr über Menschen"

Nachdem Portugal-Star Cristiano Ronaldo beim 2:2 gegen Weltmeister Frankreich den Weltrekord des Iraners Ali Daei (109 Länderspiel-Tore) egalisiert hat, geraten auch Marco Arnautovic und Christoph Baumgartner ins Schwärmen.

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Marco Arnautovic schwärmt von Ronaldos Leistungen.
© ROBERT JAEGER

Seefeld – Marko Arnautovic hält Cristiano Ronaldo für ein überirdisches Wesen. „Wenn du seinen Namen sagst, dann reden wir gar nicht mehr über Menschen", erklärte Österreichs Stürmerstar am Donnerstag nach Ronaldos Doppelpack bei der Fußball-EM gegen Frankreich (2:2). Mit seinen beiden Elfertoren hat der 36-Jährige mit nun 109 Länderspiel-Treffern für Portugal den Weltrekord des Iraners Ali Daei eingestellt.

Daei, der 149 Länderspiele für seine Tore benötigt hatte, gratulierte in den sozialen Netzwerken. „Ich fühle mich geehrt, dass diese bemerkenswerte Leistung Ronaldo gehören wird – einem Großmeister des Fußballs und fürsorglichen Menschen, der Leben auf der ganzen Welt inspiriert und beeinflusst", schrieb der nun 52-jährige Iraner.

Arnautovic ist um vier Jahre jünger als Ronaldo, hält bisher bei 27 Toren im Nationalteam. Beide tragen die Rückennummer 7. „Es gibt zwei Spieler für mich, die nicht von dieser Welt sind", sagte Arnautovic im ÖFB-Teamcamp in Seefeld. „Die sind von irgendwo ganz anders, sind kurz mal hergekommen, mischen alle Ligen auf und alle Wettbewerbe und nehmen alle Trophys mit, und dann hauen sie wieder ab – das sind er und Lionel Messi."

Sein Offensivkollege Christoph Baumgartner bewundert vor allem die Arbeitseinstellung von Ronaldo. „Man sieht, was mit viel harter Arbeit möglich ist. Was er erreicht hat, ist unglaublich. Er hat viel Talent, aber er hat es bis aufs Maximum ausgereizt bis jetzt", meinte der Goldtorschütze des entscheidenden ÖFB-Gruppenspiels gegen die Ukraine (1:0). „Es gibt vielleicht einen, der besser ist – aber selbst da lässt sich streiten."

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© APA

Überstehen die Österreicher am Samstag (21 Uhr/live ORF 1) im EM-Achtelfinale in London auch die hohe Hürde Italien, könnte im Viertelfinale ein neuerliches Duell mit Ronaldo und Co. warten. Bei der EM 2016 in Frankreich hatte es in der Gruppenphase gegen den späteren Europameister ein 0:0 gegeben – damals Österreichs einziger Punktgewinn. Der Sieger des Duells mit Italien trifft nächsten Freitag in München auf Portugal oder Belgien.

Natürlich wäre es ein „Zuckerl", gegen Ronaldo oder die belgischen Stars Kevin De Bruyne oder Romelu Lukaku antreten zu dürfen, sagte Baumgartner. „Aber in einem Achtelfinale bei der EURO gegen Italien im Wembley, da brauche ich keine Motivationsspritze. Da wird jedem das Adrenalin bei den Ohrwascheln herausspritzen", meinte der Niederösterreicher. Auch die Italiener würden über „Weltklasse-Spieler" vefügen. (APA)


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