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Willi verliert Kampf gegen temporäre Gratisparkstunden in Innsbruck

Diskussionsverweigerung, umstrittenes Bauprojekt, neue 30er-Zonen – der Innsbrucker Gemeinderat bot wieder Highlights der Kommunalpolitik.

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Die Stadt Innsbruck bekommt vier neue 30er-Zonen – auch wenn das ÖVP und FPÖ nicht gefällt.
© Kristen

Von Denise Daum

Innsbruck – Retten, was zu retten ist. Das wollte Innsbrucks Bürgermeister Georg Willi (Grüne) in letzter Minute mit einem Gegenantrag zu den eigentlich schon beschlossenen Gratisparkstunden in Innsbrucks Tiefgaragen. Statt die 190.000 Euro an Corona-Wirtschaftshilfsgeldern in freitägige und samstägige Gratisparkstunden zu pumpen, sollte bekanntlich die Gelbe Innenstadtkarte unterstützt werden. Mit ihrem Rettungsversuch gingen die Grünen im Gemeinderat am Donnerstag allerdings unter. Und zwar ohne Diskussion. Denn die FPÖ erhielt mit ihrem vor der ersten Wortmeldung gestellten Antrag auf Ende der Debatte eine Mehrheit. Im Anschluss stimmten lediglich GR Mesut Onay (ALI) und die Grünen selbst für ihren Antrag. Die Gratisparkstunden sind damit besiegelt, sechs Innenstadtgaragen nehmen teil. Die Aktion gilt so lange, bis die 190.000 Euro verbraucht sind. Wann sie beginnt, ist noch nicht ganz klar. Bürgermeister Willi prophezeit jedenfalls ein Desaster und totale Verwirrung.


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