Verkehrsentlastung fürs Außerfern: Grüne wollen „visionäre“ Fernpassbahn

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Dorothea Schumacher, Michael Mingler und Regina Karlen (v. l.) von den Grünen pochen weiter auf die Schnellbahn ins Außerfern.
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Von Thomas Parth

Imst, Reutte – Nachdem das Land neben der Machbarkeitsstudie jüngst die Analyse des Fahrgastpotenzials einer „Fernpassbahn“ vorgelegt hat, erheben die Grünen jetzt auch den politischen Anspruch auf eine Realisierung dieser neuen Strecke.

„Der Ausbau der Umfahrung Garmisch wird den Druck auf den Raum Zwischentoren weiter erhöhen“, ist für die Grünen-Bezirkssprecherin aus Reutte, Regina Karlen, fix. Das Außerfern als „Auspuff Nordtirols“ ringe um eine Verkehrsentlastung, welche die neue Bahnstrecke bringen könnte. Ein Bürgerbeteiligungsprozess, wie bei der Unterinntaltrasse, sei Voraussetzung eines solchen Unterfangens. Die geschätzten Baukosten (aus dem Jahr 2018, Anm.) würden zwar bei 1,5 Milliarden Euro liegen, doch glauben die Grünen felsenfest an eine Finanzierbarkeit. „Um die Klimaziele zu erreichen, bedarf es massiver Anstrengungen, will man nicht die vom Verkehrsclub Österreich prognostizierten Strafzahlungen von neun Milliarden Euro in Kauf nehmen“, rechnet die Imster Bezirkssprecherin der Grünen, Dorothea Schumacher, vor.

LA Michael Mingler gibt zwar zu, dass von den vier möglichen Trassenführungen noch keine beschlossene Sache sei und dass ein Baustart mit 2030 „ambitioniert“ wäre, aber: „Es braucht Visionen und Ziele. Um den Umstieg auf Öffis zu schaffen, passt die Schnellbahn ins Außerfern gut ins Konzept.“

Alle drei Grünen-Vertreter sind sich sicher, dass eine Bahnanbindung des Außerferns mit dem Inntal und vor allem mit Innsbruck ein wichtiger Impuls wäre. „Die Fahrzeit in die Landeshauptstadt würde sich auf eine Stunde vierzehn um die Hälfte der jetzigen verkürzen“, zeigt Karlen auf: ein Plus für Arbeitgeber und -nehmer sowie für Touristen und Einheimische gleichermaßen.

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