Arlbergtunnel wird 2022 und 2023 für mehrere Monate gesperrt

Wegen dringend notwendiger Sanierungsarbeiten muss der Arlbergtunnel in den Jahren 2022 und 2023 im Sommer für sechs bzw. fünf Monate gesperrt werden. Der gesamte Verkehr wird über den Arlbergpass bzw. großräumig über andere Strecken umgeleitet.

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© Wenzel

St. Jakob am Arlberg – Der längste Straßentunnel Österreichs, der Arlbergtunnel (S16 Arlberg Schnellstraße), der Tirol und Vorarlberg miteinander verbindet, muss in den Sommermonaten 2022 und 2023 für sechs bzw. fünf Monate für den Verkehr gesperrt werden. Grund dafür sei eine nicht mehr aufzuschiebende Erneuerung der gesamten Fahrbahn im Tunnel, teilte die Asfinag am Freitag mit. Der gesamte Verkehr wird über den Arlbergpass bzw. großräumig über andere Strecken umgeleitet.

Ab Mai, dem Beginn der Sperre im Jahr 2022, kann es deswegen an den Wochenenden auf der Passstrecke aufgrund von Verkehrsüberlastungen zu Verzögerungen kommen. Die Asfinag rät deshalb schon jetzt ausreichend Zeit für Fahrten im kommenden Jahr einzuplanen oder den öffentlichen Verkehr bzw. sofern möglich eine der großräumigen Ausweichrouten zu nutzen. Diese führen etwa über Rosenheim-München (Deutschland), über den Gotthard und San Bernardino (Schweiz) oder über den Fernpass in Tirol.

Zusätzliches Fahrverbot am Wochenende

An den Wochenenden soll dann ein zusätzliches Fahrverbot für Pkw mit schweren Anhängern von über 750 Kilogramm bestehen, damit der Verkehr ohne große Probleme über den Pass geführt werden könne, hieß es. Derzeit gebe es Überlegungen, eine Zufahrt zu den Campingplätzen an den Tagesrandzeiten zu ermöglichen. Ein klar definierter Bereich von Ziel- und Quellverkehr soll es Lkw ermöglichen, auch mit Anhänger den Arlbergpass zu nutzen.

"Eine Sanierung ohne Sommersperren ist nicht möglich und wäre sicherheitstechnisch nicht zu verantworten und ist somit auch von Behördenseite nicht genehmigungsfähig", erklärte Stefan Siegele, Geschäftsführer der Asfinag Alpenstraßen. Die Bauarbeiten seien so geplant, dass die Sperre auf ein absolutes Minimum reduziert und 24 Stunden an sieben Tagen die Woche gearbeitet wird, versicherte Andreas Fromm, Geschäftsführer der Asfinag Bau Management GmbH.

Im kommenden Jahr wird der Tunnel von 2. Mai bis zum 4. November gesperrt sein. Im Jahr darauf dann vom 26. April bis zum 10. Oktober. Die Asfinag investiert laut eigenen Angaben 63 Millionen Euro in die Erneuerung der Fahrbahn, der Tunnelbeschichtung sowie der gesamten Entwässerung. (APA)


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