Deutsche UNO-Soldaten bei Angriff auf Patrouille in Mali verletzt

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Ein MINUSMA-Fahrzeug auf Patroullie auf einem Archivbild.
© SOULEYMANE AG ANARA

Berlin – Angreifer haben im westafrikanischen Mali eine Patrouille deutscher Soldaten der UNO-Truppe MINUSMA attackiert und mehrere Personen schwer verletzt. Der Angriff erfolgte laut Nachrichtenagentur dpa am Freitag etwa 155 Kilometer nördlich von Gao, wo deutsche Bundeswehrsoldaten im Camp Castor stationiert sind. Nach lokalen Berichten wurde eine Autobombe gezündet. Zwar sind auch Österreicher an der Mission beteiligt, sie sind aber in der Hauptstadt Bamako stationiert.

Ein Sprecher des deutschen Einsatzführungskommandos in Potsdam bestätigte, dass "deutsche Kräfte" betroffen seien. Das Einsatzführungskommando bestätigte Berichte auf Anfrage zunächst nicht. Laut seriöser Quellen seien mehrere Soldaten aus der Bundeswehr aus dem Einsatzkontingent schwer verwundet worden, schrieb die FDP-Verteidigungspolitikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann. "Für weitere Spekulationen ist es zu früh. Meine Gedanken sind nun ausschließlich bei den Soldaten, Angehörigen und Helfern."

Österreichische Soldaten sind nach Informationen des Bundesheers nicht betroffen, wie der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Michael Bauer, auf APA-Anfrage mitteilte. Die UNO-Mission MINUSMA in Mali hat einen Auftrag zur Stabilisierung des Landes. Derzeit sind daran zwei Bundesheer-Soldaten beteiligt, an einer EU-Trainingsmission (EUTM) im Land nehmen zehn Österreicher teil. (APA/dpa)

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