Tiroler Jakob Schubert triumphiert beim Heimweltcup im Vorstieg

Jakob Schubert setzte mit Hinblick auf die Olympischen Spiele ein Ausrufezeichen und gewann den Heimweltcup-Auftakt im Vorstieg. Jessica Pilz kehrte nach Fingerverletzung ins „richtige Training“ zurück.

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Jakob Schubert bestätigte seinen Ruf als Innsbruck-Spezialist.
© EXPA/JOHANN GRODER

Von Max Ischia

Innsbruck – „Im Halbfinale geht es darum, ins Finale zu kommen.“ Also sprach Jakob Schubert mit einem Schmunzeln, nachdem er am Vormittag als Dritter mit Reserven das Finalticket gelöst hatte. Dass der dreifache Weltmeister im Anschluss über Verspannungen im Rücken erzählte, wollte er unmittelbar vor der Entscheidung nicht überbewertet wissen. „Sobald du in die Wand steigst, pumpt das Adrenalin alles weg.“ Sagte es und kletterte unter Hochspannung, als hätte es die Corona-bedingten Wettkampfpausen und Traininingshindernisse nicht gegeben. Am Ende triumphierte der Weltmeister von 2018 vor Stefano Ghisolfi (ITA) und Sascha Lehmann (SUI). Auch, weil der Sieger des Halbfinales, Superstar Adam Ondra (TCH), vorzeitig mit dem Fuß abrutschte und sich mit Rang acht bescheiden musste.

Der strahlende Sieger Schubert war derweil „megaglücklich“ und bestätigte seinen Ruf als Innsbruck-Spezialist. „Daheim scheint‘s immer zu funktionieren. 2018 die beiden WM-Goldenen, heute dieser Sieg. Besser geht‘s nicht“, sagte er und will – einmal auf den Geschmack gekommen – am Samstag im Bouldern entsprechend nachlegen.

Janja Garnbret nicht zu schlagen

Die Damen-Entscheidung beim IFSC Climbing Austria Open in Innsbruck wurde einmal mehr zur One-Woman-Show: Die slowenische Weltmeisterin Janja Garnbret (22) war nach ihren Siegen in der Qualifikation und im Halbfinale nicht zu schlagen, kletterte als einzige Athletin top und verwies die junge Amerikanerin Brooke Raboutou (20) und die japanische Grande Dame des Klettersports, Akio Noguchi (32), auf die Ehrenplätze.

Die beiden KVÖ-Hoffnungen verpassten hingegen das Achterfinale. Eva-Maria Hammelmüller war nach Rang 22 ebenso enttäuscht wie Lokalmatadorin Julia Fiser (24.). „Leider bin ich mit dem Fuß weggerutscht.“

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Erfreuliche Nachrichten gab es hingegen von Jessica Pilz. Die Olympia-Starterin, die sich vor sechs Wochen das Ringband im linken Ringfinger gerissen hatte, berichtete vom „ersten richtigen Training“ und war guter Hoffnung, heute in einem Monat „einigermaßen fit“ in den Flieger zu den Spielen nach Tokio zu steigen.


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