Druck auf Johnson steigt nach Kuss-Fotos von Minister Hancock

Die Kritiker stoßen sich nicht nur an der Affäre des Ministers des 42-jährigen Gesundheitsministers, sondern auch an Verstößen gegen die Coronaregeln: Er hat beim Kuss mit seiner Mitarbeiterin die Abstandsregeln nicht eingehalten.

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Pemier Boris Johnson gerät angesichts der Affäre seines Gesundheitsministers Matt Hancock immer mehr unter Druck.
© JESSICA TAYLOR / UK PARLIAMENT / AFP

London – Nach Berichten über eine Affäre des britischen Gesundheitsministers Matt Hancock mit einer Mitarbeiterin steigt der Druck auf Premierminister Boris Johnson, das Kabinettsmitglied zu entlassen. Zahlreiche Abgeordnete seiner Konservativen Partei forderten den Rauswurf des Ressortchefs, wie britische Zeitungen am Samstag berichteten. Die Opposition wirft Johnson, der dem Minister das Vertrauen ausgesprochen hatte, fehlendes Rückgrat vor.

Kritisiert wird nicht nur die Affäre des 42-Jährigen in Corona-Zeiten. Hancock müsse erklären, ob er seine mutmaßliche Geliebte vor Beginn der Affäre oder erst danach eingestellt habe, hieß es in London.

Verheirateter Minister beim Küssen erwischt

Die Zeitung The Sun hatte am Freitag Fotos aus einem Überwachungsvideo veröffentlicht, die zeigen sollen, wie der verheiratete Hancock seine ebenfalls verheiratete Mitarbeiterin in seinem Büro küsst. Der Minister räumte einen Verstoß gegen die von ihm selbst eingeführten Corona-Abstandsregeln ein, die zum Zeitpunkt der Bilder engen Kontakt mit Mitgliedern fremder Haushalte untersagten. Er lehnte aber einen Rücktritt ab. Johnson nahm die Entschuldigung an und erklärte den Fall für erledigt.

Die Zeitung Daily Mail, die Johnson nahesteht, forderte mit deutlichen Worten Hancocks Rauswurf. Der Minister, der als Gesicht der Regierung in der Pandemie gilt, habe sich mit dem Regelbruch als größtmöglicher Heuchler entlarvt, schrieb das Blatt. (APA/dpa)

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