Rekordfahrt von Schranz zum Jubiläum des Race Across the Alps

Standesgemäß für die 20. Auflage des Race Across the Alps siegte Dominik Schranz in Rekordzeit. Und hatte Appetit auf Pommes.

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RATA-Sieger Dominik Schranz ließ seinen Emotionen freien Lauf.
© toni zangerl

Von Toni Zangerl

Nauders – Der Mann ließ sich nicht zweimal bitten. Nachdem er im Winter den Ski-Kultbewerb Weißer Rausch in St. Anton für sich entschieden hatte, brillierte der Tiroler Dominik Schranz (30) bei der 20. Auflage des Race across the Alps (RATA) mit Start und Ziel in Nauders. Nach 525 Kilometern, 14.000 Höhenmetern, elf Alpenpässen im Dreiländereck Österreich, Italien und Schweiz überquerte der Ausdauersportler aus Tösens nach 20:03 Stunden die Ziellinie – exakt eine halbe Stunde vor dem zweitplatzierten Thomas Hoffmeister (GER).

Überglücklich und mit Freudentränen stemmte er sein Rad in die Höhe und wünschte sich eine Portion Pommes. „Nach 20 Stunden Flüssignahrung brauch ich etwas G‘scheites“, grinste der Sieger zu seinem Coach Daniel Rubisoier. Dieser, selbst vierfacher RATA-Sieger, streute seinem Schützling Rosen: „Sein Potenzial ist gigantisch, seit einem Jahr arbeiteten wir auf diesen Erfolg hin.“

Neosieger Schranz ist ein Rohkraftbündel. Oder ein „Viech“, wie Rubisoier augenzwinkernd anmerkte. Im Sommer als Mitarbeiter des Waldwirtschaftsvereins und im Winter als Skilehrer der Skischule Fiss legt er die Basis für die Ausdauer.

Gratulationen kamen auch vom Salzburger Paul Lindner. Er war als einziger Teilnehmer bei bislang allen 20 Auflagen des Race Across the Alps am Start – musste aber heuer vorzeitig vom Rad. In diesem Jahr stellten sich übrigens 46 Teilnehmer, darunter drei Damen, der Tortur. Das Projekt mit Zweierteams beim RATA will OK-Chef Karl Folie weiterverfolgen. „Heute aber überwiegt die Freude über die gelungene Jubiläumsveranstaltung.“

Nach 20 Stunden Flüssignahrung gelüstete Dominic Schranz nach „etwas G‘scheitem“.
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