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Kühe und Wanderer: Tierpädagogin gibt Tipps für richtiges Verhalten auf der Alm

Mit Beginn der Almsaison treffen in Tirol Wanderer und Kühe wieder aufeinander. Tierpädagogin Anne Wiltafsky weiß, wie man gefährliche Kuhattacken verhindert.

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Die Kuh reckt den Hals nach vorn, ein Zeichen von Freundlichkeit (streicheln im Gesicht sollte man sie dennoch nicht).
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Innsbruck – Auch vergangenes Jahr wurden Wanderer in Tirol bei Kuhattacken verletzt. Weil auf den Almen vor allem Mutterkühe sind – die ihre Kälber beschützen, mahnt Anne Wiltafsky, die Vorträge zum Umgang mit Kühen hält, zur Umsicht. „Jede Mutterkuh macht sich sofort Sorgen, wenn jemand eine Weide betritt. Sie will wissen, wer das ist, der ihr Revier betritt. In der Gruppe gibt es Wächterkühe, die die Außenregion immer im Blick haben.“ Wanderer sollten sich daher zuerst vergewissern, ob die Kühe entspannt sind und es genug Abstand zu ihnen gibt. „Diesen Abstand soll man aktiv im Auge behalten und nicht abgelenkt sein u. a. mit dem Handy.“ Abstand heißt: „Die Kuh beansprucht einen Radius von drei Metern um sich.“ Wichtig ist zudem, auf dem Weg zu bleiben. „Gehen nämlich alle Menschen auf dem Weg, denken die Kühe, okay, das passt, das hat mit mir nichts zu tun.“


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