Ein Stück Glück zum Mitnehmen: Reuttener Erstklassler trotzen Pandemie

Schüler der Mittelschule Königsweg schicken mit Klassenprojekt positive Energie in die Gemeinde hinaus.

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Die „Superhelden-Klasse“ 1b der MS Königsweg hat die Kräfte gebündelt, um anderen Mut zu machen.
© MS Königsweg

Von Simone Tschol

Reutte – Von Corona nicht in die Knie zwingen lassen wollten sich die Schüler der 1b-Klasse der Mittelschule Königsweg. Dabei hatten sie – wie viele andere, die in eine neue Schule gewechselt waren – keinen leichten Start. Alles, was eine Klassengemeinschaft fördern hätte können, wie gemeinsame Ausflüge etc., war verboten. Home-Schooling und Klassenteilung taten ihr Übriges.

Jetzt, zum Schulschluss, wurde die Gelegenheit aber beim Schopf gepackt. Das Klassenprojekt „Gemeinsam statt einsam“ wurde gestartet.

Die Steine wurden liebevoll beschriftet und bemalt.
© Tschol

Unter der Leitung von Klassenvorstand Anna Katharina Unterkofler und Lehrerin Stefanie Aichner investierten die Schüler fünf ansonsten freie Nachmittage. Zuerst wurden am Lech Steine gesammelt, kreative Ideen gesucht und Motive entworfen. Anschließend wurden die Flusssteine mit Acrylfarben verschönert, bemalt und personalisiert.

Heraus kamen Spruch-, Sorgenfresser-, Schutzengel- und Glückssteine. Diese haben die Jugendlichen aber nicht für sich selbst gestaltet. Sie wollen damit anderen eine Freude bereiten und werden die 85 Steine am Mittwoch an beliebten Plätzen in Reutte – im Park, an Bushaltestellen, beim Altersheim und an anderen gerne frequentierten Stellen – ablegen. „Wir wollen damit in einer von Ungewissheit und Pessimismus geprägten Zeit gute Wünsche und positive Gedanken wie Glück, Mut, Stärke, Vertrauen, Hoffnung und Freude in die Gemeinde schicken.

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Wer einen unserer Steine findet, kann sich daran erfreuen und ihn entweder für den nächsten Passanten liegen lassen oder ihn mit nach Hause nehmen“, erklärt Anna Katharina Unterkofler stellvertretend für ihre Schützlinge, die sich wohl nicht zufällig die „Superhelden-Klasse“ nennen. Nomen est omen.


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