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SPÖ-Parteitag: Angezählte Parteichefin und die Heckenschützen

Der Schock nach dem SPÖ-Parteitag sitzt tief. Pamela Rendi-Wagner denkt aber nicht daran, als Parteivorsitzende das Handtuch zu werfen.

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Vor der Abstimmung gab es freundliche Gesichter. Pamela Rendi-Wagner begrüßte ihren Widersacher Hans Peter Doskozil, Franz Schnabl steht daneben und klatscht dazu amüsiert in seine Hände.
© APA/Gruber

Von Michael Sprenger

Wien – „Die ÖVP ist schwer angeschlagen, die SPÖ holt in Umfragen auf, und dann schießen wir uns selbst ins Knie.“ Solche oder so ähnliche Wortmeldungen waren auch noch am Sonntag von Genossinnen und Genossen zu hören, die allesamt einmal den Ball flach halten wollen. Auch weil sie verunsichert sind. Wie wird es nun an der Spitze der Partei, in der Parteizentrale in der Löwelstraße, weitergehen?

Der Schock sitzt tief. Bei der Wiederwahl am Samstag stimmten nur 75 Prozent der Delegierten für Pamela Rendi-Wagner. Schmeißt die Vorsitzende jetzt alles hin? Nein, heißt es aus der Löwelstraße. Sei sei eine Kämpferin, habe enorme Steherqualitäten.

📽 Video | Rendi-Wagner will weitermachen

Das Motto des Parteitages hieß „sozial.demokratisch.gerade.jetzt“. Als Rendi-Wagner am Samstag, am Ende des Parteitages, viele Minuten nach Bekanntwerden des ernüchternden Ergebnisses, noch einmal auf die Bühne ging, wirkte sie gefasst: „Gerade jetzt“ wolle sie für die Werte der SPÖ und gegen das „System Kurz“ weiterkämpfen.


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