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Gemeinsamer Bus zwischen Rum und Thaur scheint abgefahren

Die geplante überörtliche Buslinie Rum/Thaur kommt wohl doch nicht – denn die Rumer Gemeindeführung sieht darin Nachteile für ihre Bürger. Die Grünen sind fassungslos, der Thaurer Bürgermeister ist enttäuscht.

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Der neue Rumer Bürgermeister will die bestehende Rumer Linie (Bild) erhalten und ausbauen.
© Domanig

Rum, Thaur – Eigentlich wirkte es so, als sei schon (fast) alles auf Schiene, besser: im Rollen. Nach langen Verhandlungen mit Land und Verkehrsverbund schienen sich die Nachbargemeinden Rum und Thaur, zusammen fast 14.000 Einwohner stark, auf eine gemeinsame, dorfübergreifende Buslinie geeinigt zu haben: Diese sollte im Halbstundentakt vom – rasch wachsenden, aber dezentralen und bislang öffentlich nicht angebundenen – Thaurer Ortsteil Kapons bis Neu-Rum bzw. zum Hallenbad O-Dorf führen und dabei besonders den Rumer Bahnhof einbinden. Dieser Verkehrsknoten wird als künftiger Endhalt der Tram/Regionalbahn ja weiter an Bedeutung gewinnen.

Drei 20-Sitzer-Busse sollten fahren – und in Rum die jetzige, stündlich verkehrende „Rumer Linie“ (Kleinbusse) ersetzen. Die Gesamtkosten wurden mit ca. 517.000 Euro pro Jahr beziffert, nach Abzug der kräftigen Landesförderungen müsste jede der beiden Gemeinden noch ca. 90.000 Euro jährlich stemmen. Schon im September 2021 sollte die neue Linie starten. Thaur fasste dazu bereits im November 2020 einen Grundsatzbeschluss, in Rum sollte dieser zwei Wochen später folgen. Doch er kam nie zustande.


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