Sturm sorgte in Vorarlberg und Niederösterreich für zahlreiche Feuerwehreinsätze

Heftiger Sturm ist am Dienstag über Vorarlberg und Teile Niederösterreichs gezogen. Umgestürzte Bäume waren mitunter die Folge – in Bregenz fiel ein solcher auf ein Wohnhaus und einen Reitstall. In der Harder Bucht ist außerdem ein Segelboot havariert.

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(Symbolbild)
© EIBNER/Benjamin Horn

Bregenz, Amstetten – Heftiger Sturmwind hat am Dienstag in Vorarlberg und Niederösterreich für Dutzende Feuerwehreinsätze gesorgt. Im Ländle war vor allem das Unterland betroffen. Bei den rund 20 Einsätzen ging es nach Angaben der Rettungs- und Feuerwehrleitstelle vor allem um umgestürzte Bäume und herabgefallene Dachziegel. In Bregenz fielen Bäume auf ein Wohnhaus und Stallungen, berichtete die Polizei. Verletzt wurde niemand. In der Harder Bucht (Bezirk Bregenz) geriet ein Boot in Seenot und erlitt Mastbruch.

Gegen 14.40 Uhr stürzte ein Baum auf die Fassade eines Wohnhauses in der Bregenzer Achsiedlung. Zur gleichen Zeit fielen ebenfalls in Bregenz zwei Bäume auf einen Reitstall, in dem sich Pferde befanden. Menschen oder Tiere waren laut Polizei nicht akut gefährdet. Bei beiden Vorfällen entstand lediglich leichter Sachschaden.

Havarie endete glimpflich

Ebenfalls gegen 14.40 Uhr bemerkte die Besatzung eines Polizeiboots bei einer Sturmkontrollfahrt in der Harder Bucht ein Segelboot, dessen Besatzung offenbar Probleme hatte, es angesichts der Windstärke unter Kontrolle zu halten. Die Sturmböen beschädigten daraufhin das Segel, der Mast zerbrach an mehreren Stellen. Da erhebliche Gefahr für die Menschen auf dem Schiff bestand, wurden Wasserrettung und Feuerwehr alarmiert. Bis zu ihrem Eintreffen sicherte die Polizei das Boot, damit es nicht an der Mündung der Bregenzerach auflief. Das havarierte Boot wurde schließlich in den Harder Hafen geschleppt. Die Besatzung wurde durch das Rote Kreuz erstversorgt, benötigte aber keine weitere medizinische Betreuung.

Die Seepolizei Hard ersucht Bootsbesitzer, ihre Boote in den Hafenanlagen auf Sturmschäden zu kontrollieren, da bereits mehrere Beschädigungen an Booten gemeldet wurden. Außerdem, so die Seepolizei, sollten Bootsbesitzer und Wassersportler sich im Vorhinein über das prognostizierte Wetter informieren und bei aktiver Sturmwarnung Sicherheitsmaßnahmen treffen bzw. idealerweise den Hafen aufsuchen.

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Massive Sturmspitzen auch in NÖ

Der Sturm hat am Dienstagabend auch Dutzende Feuerwehreinsätze in Niederösterreich zur Folge gehabt. Betroffen waren laut Franz Resperger vom Landeskommando vor allem die Bezirke Amstetten, Melk, Krems und St. Pölten. Der Sprecher berichtete von mehr als 100 Schadensfällen bis in die späten Abendstunden.

Großteils waren Bäume auf Straßen sowie in Strom- und Telefonleitungen gestürzt. Es habe massive Sturmspitzen gegeben, sagte Philipp Gutlederer vom Bezirksfeuerwehrkommando Amstetten.

Zum Glück seien die Prognosen nicht so eingetreten wie prophezeit, resümierte Resperger. Noch am Dienstagnachmittag war befürchtet worden, dass wie in der vergangenen Woche mit schweren Hagelgewittern und großflächigen Schäden zu rechnen sei. (APA)


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