"Grüner Pass" tritt in EU in Kraft: Reisen wird in den Ferien einfacher

Der EU-weite Grüne Pass tritt am 1. Juli in Kraft und bringt eine gewisse Vereinheitlichung der Reiseregeln. Unterschiedliche Auflagen in vielen Ländern bleiben.

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Wien – Das Reisen innerhalb Europas wird rechtzeitig vor den nahenden Sommerferien einfacher. Viele Länder haben wie Österreich zuletzt ihre Einreisebeschränkungen gelockert. Mit 1. Juli tritt zudem der EU-weite grüne Pass in Kraft, der den Nachweis, ob Personen geimpft, getestet oder genesen sind vereinheitlicht. Allerdings sollte man sich vor der Abreise dennoch unbedingt über die Reisebestimmungen des Urlaubslandes informieren. Beinahe jedes Land hat seine eigenen Einreiseregeln und auch die Rückreiseregeln Österreichs sind nicht für alle Länder gleich.

Bei der Einreise nach Österreich reicht grundsätzlich der Nachweis der 3 G (geimpft, getestet, genesen). Liegt kein Nachweis vor, muss binnen 24 Stunden einen Test durchgeführt werden.

Reist eine Person aus einem als Virusmutationsgebiet eingestuften Land ein, reicht das Mitführen des 3-G-Nachweises jedoch nicht aus. Die Einreise aus Großbritannien, Brasilien, Indien oder Südafrika ist grundsätzlich nur Österreichern, EU- und EWR-Bürgern gestattet. Diese müssen aber ein negatives Test-Ergebnis mitführen, sich registrieren und unverzüglich eine zehntägige Quarantäne antreten, die frühestens am fünften Tag mit einem negativen Test beendet werden kann. Auch eine Impfung ändert daran nichts.

In den verschiedenen Urlaubsländern gibt es weiterhin abweichende Einreiseregelungen: Unterschiedlich geregelt ist etwa die Dauer der Gültigkeit von Testergebnissen sowie auch das Alter von Minderjährigen, für die ein Test erforderlich ist. Unterschiedlich ist auch die Frist, ab wann eine Impfung anerkannt wird. Meistens ist dies 14 Tage nach einer Vollimmunisierung. Zusätzlich ist in vielen Ländern eine Registrierung vor Antritt der Reise verpflichtend.

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In allen beliebten Urlaubsländern ist ein 3-G-Nachweis vorgeschrieben. Zudem müssen sich die Reisenden meist vorab registrieren. Dabei gilt es allerdings aufzupassen. Während in den meisten Ländern eine Registrierung am Vortag reicht, verlangt Zypern eine Vorabregistrierung von zwei Tagen und die Türkei sogar von drei Tagen. In Zypern wird zudem bei der Einreise nach dem Zufallsprinzip getestet. Eine Verweigerung hat ein Einreiseverbot zur Folge.

Reisen in die USA bleiben eingeschränkt. Ausgenommen vom Einreiseverbot sind etwa Familienangehörige von US-Bürgern, Inhaber einer Green Card oder Diplomaten.

Da sich die Bestimmungen laufend ändern, empfiehlt es sich, sich vor der Reise zu informieren: Informationen über Test- und Quarantäne-Regeln finden sich auf der EU-Seite Reopen Europa unter reopen.europa.eu/de. Aktuelle Reiseinformationen der verschiedenen Länder sind auch auf der Seite des Außenministeriums abrufbar. (ecke, APA)


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