Mercedes verspricht Red Bull Racing "Schwergewichtskampf über 23 Runden"

Neue Reifen, neues Glück? Vor über 100.000 Zuschauern geht am Wochenende in Spielberg das WM-Duell zwischen Lewis Hamilton und Max Verstappen in die nächste Runde. Der Titelverteidiger geriet zuletzt ins Hintertreffen. Von einer Vorentscheidung will man bei den Silberpfeilen aber nichts wissen.

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Die Jagd von Lewis Hamilton auf Max Verstappen geht am Wochenende erneut in Spielberg in die nächste Runde.
© CHRISTOPHE SIMON

Spielberg – Mercedes will im Kräftemessen mit Red Bull um die Formel-1-WM-Titel trotz augenscheinlicher Defizite nicht klein beigeben. "Die Weltmeisterschaft ist in diesem Jahr ein Schwergewichtskampf über 23 Runden und wir haben gerade erst ein Drittel davon hinter uns", sagte Teamchef Toto Wolff nach dem Sieg von Red-Bull-Mann Max Verstappen beim Grand Prix der Steiermark in Spielberg. Am kommenden Sonntag geht ebendort vor Massenpublikum der Große Preis von Österreich über die Bühne.

"Am vergangenen Wochenende haben wir die Möglichkeiten, die sich uns geboten haben, bestmöglich genutzt. Obwohl wir nicht das schnellste Auto hatten, konnten wir ein solides Doppelpodium und eine gute Punkteausbeute einfahren", verwies Wolff auf den zweiten Platz von Weltmeister Lewis Hamilton am Sonntag sowie den dritten Rang durch Valtteri Bottas. "Unser Auto war eigentlich nur gut genug für die Plätze zwei und vier, aber wir haben zwei und drei gemacht. Insofern haben wir über unseren Erwartungen performt."

Unser Auto war eigentlich nur gut genug für die Plätze zwei und vier, aber wir haben zwei und drei gemacht. Insofern haben wir über unseren Erwartungen performt.
Toto Wolff, Mercedes-Teamchef

Mercedes, das zuletzt sieben Titel in Folge bei den Fahrern wie auch als Konstrukteur feiern durfte, wolle immer gewinnen. "Aber obwohl wir beim letzten Rennen nicht auf dem obersten Podest-Treppchen gestanden haben, gab es trotzdem viele Dinge, die uns Mut machen. Unsere Fahrer haben gute Leistungen gezeigt, unsere Boxenstopps waren exzellent und unsere Strategie-Entscheidungen waren stark", berichtete der Wiener. Bei den vergangenen vier Rennen stand am Ende jeweils ein Red-Bull-Pilot ganz oben - dreimal Verstappen, einmal dessen Stallkollege Sergio Perez. Red Bull liegt in beiden WM-Klassements voran.

© APA

"Am vergangenen Wochenende haben wir am Freitag mit dem Fahrzeug-Setup experimentiert. Wir hoffen, dass wir uns diesmal im ersten Training in einer besseren Position befinden, auf der wir dann aufbauen können", erklärte Wolff. "Zudem sind die Reifenmischungen an diesem Wochenende anders (Pirelli bringt weichere Reifen/Anm.). Das stellt alle Teams vor eine neue Herausforderung und bringt neue Möglichkeiten bei der Strategie mit sich."

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Verloren sei noch lange nichts, auch wenn Wolff zuletzt verriet, dass Mercedes die Weiterentwicklung des diesjährigen Autos praktisch eingestellt habe. Das Team bündelt die Ressourcen bereits für das Fahrzeug ab 2022, das sich aufgrund neuer Aerodynamik-Regeln grundlegend vom aktuellen Modell unterscheiden wird. Doch noch sei "alles drin, und es wird noch viele Gelegenheiten geben. Deshalb freuen wir uns auf Runde 9", betonte Wolff.

Über 100.000 Zuschauer am Red-Bull-Ring

Am Wochenende werden insgesamt laut dem Veranstalter 105.000 Zuschauer auf dem Red-Bull-Ring-Gelände erwartet. Es wird die größte Veranstaltung in Österreich seit Beginn der Coronavirus-Pandemie zu Beginn des Jahres 2020. Zutritt zum Gelände gibt es nur für Personen, die geimpft, genesen oder rezent auf das Virus getestet sind (3-G-Regel). (APA, TT.com)


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