31 tote Schafe in Oberhofen, Bauern holen Tiere von der Alm

Ein Wolf aus der italienischen Population wurde bei Rissen in Oberhofen und Gries im Sellrain nachgewiesen. Die Bauern zogen jetzt die Reißleine und brachten die restlichen Schafe von der Alm ins Tal zurück.

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Rund 210 Schafe wurden von der Alm in Oberhofen ins Tal gebracht.
© Singer Lea

Oberhofen – Ein Wolf aus der italienischen Population hat 31 Schafe auf der Oberhofer Alm getötet. Das ergaben genetische Untersuchungen der Proben, der am 16. Juni tot aufgefundenen Tiere. Auch bei einem weiteren Riss am 18. Juni in Gries im Sellrain wurde ein Wolf aus der italienischen Population nachgewiesen.

Am Montag und Dienstag wurden in Oberhofen weitere tote Schafe amtstierärztlich begutachtet und der konkrete Verdacht auf einen Wolf als Verursacher festgestellt. Hier liegen die Ergebnisse der genetischen Untersuchung noch nicht vor, teilte das Land am Mittwoch in einer Aussendung mit.

Bauern holen 210 Schafe von der Alm

Derzeit sei allein auf der Oberhofer Alm von 31 toten Schafen in Zusammenhang mit einem Wolf auszugehen. Die Schafbauern haben die Konsequenzen gezogen und rund 210 Schafe von der Alm zurück auf die Heimbetriebe gebracht. Weitere Schafe werden noch vermisst.

Keine DNA eines großen Beutegreifers wurde bei jenem toten Schaf, das am 21. Juni im Gemeindegebiet von St. Leonhard im Pitztal untersucht worden war, nachgewiesen.

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Jahresbericht Bär-Wolf-Luchs und Goldschakal online verfügbar

  • Der Jahresbericht Bär-Wolf-Luchs und Goldschakal 2020 ist ab sofort online verfügbar. Im Jahr 2020 wurden in Tirol zehn verschiedene Wölfe aus drei Herkunftspopulationen genetisch nachgewiesen.
  • Im Zusammenhang mit Wolfsangriffen wurden vergangenes Jahr 281 tote Schafe und Ziegen sowie weitere 30 Schafe im Zusammenhang mit einem Goldschakal mit insgesamt 70.000 Euro entschädigt.
  • Über 1000 Tiere wurden 2020 aufgrund der Präsenz eines Wolfes vorzeitig von 15 verschiedenen Almen abgetrieben. Die Futterkosten für diese Tiere beliefen sich auf 26.000 Euro.
  • Bärennachweis gab es im vergangenen Jahr keinen.

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