Baustelle zu Ende: Innsbrucks Altstadt fast wie neu

Die Jahrhundertbaustelle im Herzen der Stadt ist zu Ende. Unternehmer warten nun hoffnungsfroh auf einen halbwegs normalen Sommer.

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Die letzten Wunden nach der umfangreichen Sanierung der Wasser­leitungen wurden gestern geschlossen.
© Böhm

Von Denise Daum

Innsbruck – Projekt Herkules. Unter diesem heroischen Namen lief die Baustelle in der Innsbrucker Altstadt zur Erneuerung der rund 130 Jahre alten Trinkwasserleitungen, die nun erfolgreich abgeschlossen wurde. Durchgezogen haben die Innsbrucker Kommunalbetriebe (IKB) diese in etwas mehr als einem Jahr. Die Stadt entschied sich angesichts der Corona-Krise und dem damit einhergehenden Frequenzrückgang, diese Maßnahmen in einem durchzuziehen, anstatt häppchenweise über mehrere Jahre verteilt wie ursprünglich geplant. Im Zuge der Erneuerung der Wasserleitungen wurden Strom, Internet, Erdgas, die Kanal-Hausanschlüsse sowie die Straßenentwässerung modernisiert.

Am Mittwoch zogen die Verantwortlichen Bilanz. Bürgermeister Georg Willi lobte die IKB für die „ausgezeichnete Führung der extrem komplexen Baustellen“. TVB-Obmann Karl Gostner und Michael Perger vom neuen „Zentrumsverein“ sehen die Altstadt nun im Aufwind. Der Leerstand habe sich deutlich reduziert, sagt etwa Perger. Man sei bereit für einen hoffentlich umsatzstarken, möglichst normalen Sommer.

Gerade zu Beginn gab es Kritik an dem vorgezogenen Baustart. Die Stimmung kippte aber bald bei allen ins Positive, wie IKB-Vorstand Thomas Pühringer sagt. „Das lag nicht zuletzt an der Unterstützung von Altstadt-Unternehmern wie Thomas Weber. Dafür gebührt ihnen Dank.“

Der Fleckerlteppich aus Kopfsteinpflaster und Asphalt soll in ein, zwei Jahren durch einen neuen Belag ersetzt werden. „Die Fachämter sind gerade auf Ideensuche. Wir werden die Art des Belags dann mit allen Beteiligten und dem Denkmalamt abstimmen“, erklärt Stadträtin Uschi Schwarzl.

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Die Baustelle wird mit einem dreitägigen Fest verabschiedet. Morgen Freitag ab 15 Uhr und Samstag ab 11 Uhr wird musikalische Unterhaltung und Kleinkunst geboten. Am Sonntag ertönt ab 11 Uhr Musik vom Balkon des Goldenen Dachls.


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