Verkehrsausschuss des Nationalrats schiebt Antrag zu Luegbrücke auf

  • Artikel
  • Diskussion (1)
Die Luegbrücke bei Gries am Brenner – ein Dauerstreit.
© Asfinag

Wien, Gries a. Br., Innsbruck – Mit einer (vorläufigen) Enttäuschung endete gestern die Verkehrsausschusssitzung des Nationalrates in Wien für Abgeordneten Gerald Hauser (FPÖ). Sein Entschließungsantrag, dass die Bundesregierung und somit Verkehrsministerin Leonore Gewessler (Grüne) die Tunnelvariante für die zu sanierende Luegbrücke prüfen solle und „keine Bauentscheidung gegen den Willen der betroffenen Bevölkerung zu treffen“ habe, wurde von der türkis-grünen Mehrheit vertagt. Somit dürfte der Antrag erst im September neuerlich im Ausschuss behandelt werden.

„Das Spiel ist aber noch nicht vorbei – im Wipptal werden weiterhin Unterschriften gegen die Asfinag-Pläne gesammelt“, gibt sich Hauser kämpferisch. Wie berichtet, will die Asfinag eine „Generalerneuerung“ der Brücke und keinen Tunnel. Zuletzt wurden Notsicherungspläne für die Brücke präsentiert, die noch heuer gestartet werden sollen. Diese sollen die Sicherheit der Brücke so lange garantieren, bis die Asfinag auch alle behördlichen Genehmigungen eingeholt hat.

Grünen-Verkehrssprecher Hermann Weratschnig erklärt die Vertagung damit, dass man eben noch das Ergebnis des Einspruchs der Gemeinde Gries am Brenner beim Bundesverwaltungsgericht gegen den negativen UVP-Feststellungsbescheid abwarten wolle. Und schließlich könne Gewessler keine Alternative prüfen, die letztlich nicht einmal eingereicht sei. Auch ein mögliches Gesamtkonzept Wipptal sei im Ausschuss angesprochen worden. (mami)


Kommentieren


Schlagworte