Unbeirrter Kampf gegen Hunger in Afrika, Tiroler hilfsbereit

Das Engagement der Caritas in Afrika trägt Früchte. Tiroler sind ungebrochen hilfsbereit und solidarisch.

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„Hunger ist heilbar“, sind Bischof Hermann Glettler, Julia Stabentheiner von der Caritas-Auslandshilfe und Caritas-Direktor Georg Schärmer (v. l.) überzeugt.
© Caritas Tirol

Innsbruck – Die Zahlen sind alarmierend und schockierend. 690 Millionen Menschen sind von Hunger betroffen, 144 Millionen Kinder sind unterernährt. Die Caritas Tirol startete vor fast 50 Jahren ihr Engagement in den Dürregebieten südlich der Sahara und kämpft seitdem unermüdlich gegen die Hungersnot – trotz der dort herrschenden fortwährenden Unruhen. „Das Problem des Hungers ist zu lösen. Dazu braucht es keine große wissenschaftliche Forschung. Wir müssen nur solidarisch sein“, ist Julia Stabentheiner von der Caritas-Auslandshilfe überzeugt.

Die Caritas der Diözese Innsbruck hat in Burkina Faso und Mali schon zahlreiche erfolgreiche Projekte umgesetzt. So konnte beispielsweise durch landwirtschaftliche Schulungen für die Bevölkerung der Ernteertrag verdoppelt werden. In zahlreichen Dörfern wurden Brunnen errichtet, die sauberes Trinkwasser liefern – eine der wichtigsten Zutaten für eine gesunde Ernährung.

„Die Pandemie des Hungers ist eine versteckte“, erklärt Bischof Hermann Glettler. Wille und Entschlossenheit brauche es, um dagegen anzukämpfen. „Jeder Einzelne kann dabei mithelfen“, betont der Bischof.

Und das tun die Tirolerinnen und Tiroler. Auch in Krisenzeiten. „Wir hatten die Sorge, dass die Spendenfreudigkeit durch die Corona-Krise abnimmt“, sagt Caritas-Direktor Georg Schärmer. „Aber wir verzeichneten im Jahr 2020 sogar eine leichte Steigerung. Die Solidarität ist gewaltig“, freut sich Schärmer und hofft, dass dies auch heuer so bleibt. Die Caritas bittet bei der Sommersammlung wieder um Hilfe für die Menschen in Burkina Faso und Mali auf das Caritas-Spendenkonto IBAN: AT79 3600 0000 0067 0950. Heute Abend (20 Uhr) spielt die Militärmusik am Domplatz ein „Konzert für Afrika“ (bei Schlechtwetter im Dom). Der Eintritt sind freiwillige Spenden, die in den Brunnenbau fließen. (dd)

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