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Über die Alpen in die neue Heimat: Die dramatische Flucht tausender Juden

Viele der Überlebenden der KZs wollen nach Israel, im Bild Menschen, die im Zug nach Italien transportiert werden.
© United States Holocaust Memorial Museum

Den Holocaust überlebt und trotzdem auf der Flucht? Nach Ende des Zweiten Weltkrieges wollten Tausende Juden nach Israel. Ein neues Buch erzählt ihre Geschichte.

Von Irene Rapp

Mai 1945. Der Zweite Weltkrieg ist zu Ende. Der Kontintent weiter im Chaos. Hunderttausende Juden haben den Holocaust zwar überlebt, doch mehr auch nicht. Displaced Persons werden sie genannt und wieder in Lagern untergebracht, wenn auch im Vergleich zur Zivilbevölkerung bevorzugt behandelt.

Doch in Gnadenwald regt sich im Juni 1946 Widerstand gegen diese Menschen. „Sie herrschen hier wie im Feindesland“, schreiben empörte Anrainer an einen Landtagsabgeordneten der ÖVP. Auch im Bezirk Landeck wächst der Unmut. Die Bauern müssen ein Displaced-Persons-Lager mit anfänglich 6000, später 4000 Bewohnern mit Fleisch und Milch beliefern. Das Schlachtvieh reicht nicht aus, wertvolles Zuchtvieh muss getötet werden. Auch sie wenden sich an die Politik, vor allem, nachdem die Lagerbewohner die Landecker bestehlen.

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