Zum 40. Jubiläum eine Aufwertung für den Fiat Ducato

Seit 40 Jahren zählt der Fiat Ducato zu den beliebtesten und vielseitigsten Nutzfahrzeugen weltweit. Parallel zur Einführung der Elektroversion erhalten die Verbrenner-Varianten ein umfassendes Update.

  • Artikel
  • Diskussion
In den Ducato des Modelljahrgangs 2021 zieht modernste Technik ein.
© Fiat Professional

Von Markus Höscheler

Turin – Mag es dieser Tage opportun erscheinen, alternative Antriebsarten ins Rampenlicht zu rücken, befährt Fiat Professional einen zweigleisigen Weg. Einerseits macht die italienische Nutzfahrzeugsparte eifrigst Werbung für den brandneuen E-Ducato, der rein elektrisch die Bedürfnisse von Gewerbetreibenden zu erfüllen versucht. Andererseits vergisst Fiat Professional nicht auf die Basis, der die Firma viel zu verdanken hat. Denn seit 40 Jahren darf sich der Ducato zu den erfolgreichsten Nutzfahrzeugen zählen, die Kunden schätzen vor allem seine Vielseitigkeit. Und eben diese gewinnt mit dem neuesten Facelift an Bedeutung.

Auch wenn sich die mit Dieselaggregaten bestückten konventionellen Ducato-Ableger nicht als Kampfmaßnahme gegen Klimawandel empfehlen, so ist es den zuständigen Technikern zumindest gelungen, die neueste Selbstzünder-Generation mit einer Reihe von Effizienzmaßnahmen zu versehen. Bis zu sieben Prozent weniger Treibstoff soll die dritte Generation der Multijet-Triebwerke im Vergleich zu den Vorgänger-Maschinen verbrauchen. Zudem erfüllen sie laut Hersteller ohne Umschweife die Anforderungen, die die Abgasnorm Euro 6d Final verlangt. Vier Leistungsstufen – 120, 140, 160 und 180 PS – sind für den überarbeiteten Ducato vorgesehen. Für die beiden schwächeren Ölbrenner gibt es ein verbessertes Sechsgang-Schaltgetriebe, das sich laut Hersteller leichter schalten lässt. Auch der Ducato 160 und der Ducato 180 lassen sich mit einem Schaltgetriebe kombinieren. Für die Versionen 140, 160 und 180 ist die Kombination mit der Neungang-Wandlerautomatik 9Speed möglich.

Das technische Update beschränkt sich nicht auf den Antrieb, sondern schlägt sich im Weiteren auch in der Lenkung nieder. Die bisher verwendete Servotechnik verschwindet, an ihre Stelle tritt eine „selbstregulierende, elektrisch unterstützte“ Lenkunterstützung. Ungeachtet dessen garantiert Fiat Professional einen kleinen Wendekreis, eine selbstnivellierende Luftfederung, eine variable Höhe der Ladekante für schweres Ladegut und grosso modo eine hohe Zuladung.

Bei der bewährten Robustheit ändert sich somit nichts, dafür gibt es Modifikationen, die in diesem Jahrzehnt geboten scheinen. Halogenscheinwerfer weichen beispielsweise einer Voll-LED-Technik. Die Frontleuchten sind dreigeteilt, wobei vor allem die unteren LED-Lichtleiter das Facelift des Ducato bestens signalisieren. Die Karosserie selbst kann mit einem großen Kühlergrill und neuen Unterfahrschutzblechen aufwarten.

Eine Weiterentwicklung erfährt zudem der Innenraum. Fiat Professional verweist auf mehr Lebensqualität und Benutzerfreundlichkeit, etwa in Verbindung mit der Verwendung von Keyless-Entry-and-Go-Funktionen für das Ver- und Entriegeln der Kabinen- und Laderaumtüren. Eine elektrische Feststellbremse schafft mehr Platz, USB-Anschlüsse, eine 230-Volt-Steckdose, kabellose Auflademöglichkeit für Smartphones und eine beheizte Windschutzscheibe sind weitere Annehmlichkeiten.

Die Adaptionen schlagen sich außerdem in einem volldigitalen Instrumentarium und auch in neuen Uconnect-Infotainmentsystemen nieder. Bis zu 25,6 Zentimeter beträgt die Bildschirmdiagonale des mittig platzierten Touchscreens, je nach Ausstattung gibt es ein vollwertiges Navigationssystem mit TomTom-3D-Karten, außerdem drahtlose Anbindung via Apple CarPlay und Android Auto. Ganz schön „professional“, was Fiat Professional im Jubiläumsjahr des Ducato vollbringt.


Kommentieren


Schlagworte