Festnahme nach Angriff mit Messer in Innsbrucker Jugendeinrichtung

Mit einem Messer wollte ein Jugendlicher einen Mitbewohner attackieren. Jetzt wird wegen Mordversuchs ermittelt.

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(Symbolfoto)
© TT/Parigger

Von Thomas Hörmann

Innsbruck – Eine Innsbrucker Jugendbetreuungseinrichtung war in der Nacht zum Donnerstag Schauplatz einer heftigen Auseinandersetzung. Dabei kam auch ein 30 Zentimeter langes Küchenmesser zum Einsatz. Jetzt ermitteln Polizei und Staatsanwaltschaft wegen Verdachts des Mordversuchs. Noch in der Nacht wurde ein 16-jähriger Einheimischer festgenommen.

Es war bereits nach Mitternacht, als zwei gleichaltrige Jugendliche in ihrer Betreuungseinrichtung im Osten von Innsbruck in Streit gerieten. Die Auseinandersetzung eskalierte, schließlich dürfte es auch zu Handgreiflichkeiten gekommen sein. Einer der beiden Streithähne „geriet dabei so in Rage, dass er ein Küchenmesser aus der Gemeinschaftsküche holte“, weiß Thomas Willam, Sprecher der Innsbrucker Staatsanwaltschaft. Sein Gegner erkannte offenbar die Gefahr: Er konnte rechtzeitig in sein Zimmer flüchten und sich hinter der Tür verbarrikadieren. Doch der 16-jährige Angreifer gab nicht auf: Mit dem Messer stach er laut Staatsanwalt auf die Tür ein. Ohne Erfolg. Schließlich gelang es, den einheimischen Jugendlichen zu beruhigen.

Der Friede währte aber nicht lange. Der junge Innsbrucker wurde erneut wütend und bewaffnete sich wieder mit dem Küchenmesser. Dann versuchte er noch einmal, ins Zimmer seines Widersachers einzudringen – mit Fußtritten und dem Messer bearbeitete er die Tür. Dabei soll er auch gedroht haben, den anderen 16-Jährigen „umzubringen“. Inzwischen hatte aber auch die Polizei von der Auseinandersetzung erfahren. Die Beamten waren es dann auch, die die Angriffe des Jugendlichen gegen die Tür beendeten und den Jugendlichen festnahmen. Der Innsbrucker wurde in die Justizanstalt gebracht: „Die Staatsanwaltschaft hat die Verhängung der Untersuchungshaft beantragt“, bestätigt Willam.

Die näheren Umstände des Gewaltausbruchs waren am Freitag noch unklar: „Der Beschuldigte konnte erst kurz einvernommen werden, eine genauere Befragung war noch nicht möglich“, sagt Bernhard Gruber von der Polizeipressestelle.

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Das Opfer hat die Angriffe unverletzt überstanden. Für den Verdächtigen gilt die Unschuldsvermutung.


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