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TT-Analyse zum Lobau-Konflikt: Der Lobau-Tunnel oder Rot gegen Grün

Für Rot-Grün in Wien war der geplante Lobau-Tunnel immer ein Zankapfel. Jetzt regieren dort die NEOS mit. Doch der Lobau-Konflikt von Rot-Grün bleibt.

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Michael Sprenger

Analyse

Von Michael Sprenger

Die Seestadt Aspern entwickelt sich sukzessive zu einem neuen Stadtteil in Wien. Die U2 wurde bereits verlängert, was aber für die Stadtentwicklung samt den geplanten Firmenansiedlungen fehlt, ist aus Sicht des Rathauses der Ausbau der verkehrstechnischen Infrastruktur. Dazu gehört der Lobau-Tunnel als Kernstück. Seit Jahren wird die Realisierung geprüft, Genehmigungen erteilt, Einsprüche vorgebracht. In den Jahren der rot-grünen Stadtregierung war das Projekt immerzu (ein weitgehend ausgeklammerter) Zankapfel. Nach der Wiener Gemeinderatswahl konnten die Grünen zulegen, doch Bürgermeister Michael Ludwig entschied sich für eine Koalition mit den NEOS. Die Enttäuschung bei den Grünen war groß. Und der geplante Lobau-Tunnel sorgt weiter für einen Konflikt zwischen Rot und Grün. Nur haben sich jetzt die Perspektiven geändert. Die Grünen sind jetzt in der Bundesregierung. Und Ministerin Leonore Gewessler verfügte einen vorläufigen Stopp des Projekts. Sie will das Bauvorhaben dahingehend überprüfen lassen, ob es mit den Umweltzielen des Regierungsprogramms in Einklang zu bringen ist.


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